Positive Erfahrungen mit den Kangals
Ärger wegen der Herdenschutzhunde: WOCHENBLATT-Leser macht Nordkehdinger Deichschäfer Mut

Aufmerksame Wächter am Deich in Nordkehdingen. Doch Vorsicht: Kangals sind keine Streicheltiere. Ihnen sollte man mit Respekt begegnen | Foto: Klaus G.
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Nach Beschwerden über bellende Herdenschutzhunde, Diskussionen um ihre Einsätze und viel Ärger mit uneinsichtigen Spaziergängern dürfte diese Nachricht Deichschäfer Benjamin Heinz besonders freuen: Jetzt hat sich ein WOCHENBLATT-Leser gemeldet, um über seine positiven Erlebnisse mit den Kangals zu berichten. Klaus G. aus Freiburg schildert, wie sich seine anfängliche Skepsis gegenüber den Vierbeinern in Respekt und Verständnis verwandelte. Leser G. bezieht sich auf den WOCHENBLATT-Bericht von Anfang Juli über Deichschäfer Heinz und seine Herdenschutzhunde, die die Schafe vor Wolfsangriffen schützen und damit zugleich einen wichtigen Beitrag zum Küstenschutz leisten (zum Artikel: bitte hier klicken).

Diese Aufnahme wurde mit einem Teleobjektiv geknipst. Hier heißt es Abstand halten | Foto: Klaus G.
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Aus Vorsicht wurde Vertrauen
Ganz geheuer sei es ihm nicht gewesen, als er die  Vierbeiner das erste Mal sah und hörte, berichtete Klaus G. Anfangs habe er den Weg zu einer Bank im Deichvorland lieber gemieden. Doch schon beim nächsten Besuch habe sich dieses Gefühl geändert. Seine Erkenntnis: „Hunde möchten, wie jeder Mensch auch, mit Respekt und Abstand behandelt werden.“ Genau das tat der Freiburger. Die Fotos, die er von den Tieren gemacht und für den Artikel zur Verfügung gestellt hat, entstanden mit gebührendem Abstand und mithilfe eines 200-Millimeter-Teleobjektivs. Den Herdenschutzhunden kam er dabei nie zu nahe.

Das Dilemma der Deichschäfer - ein Beispiel aus Nordkehdingen (Kreis Stade)

Gerüchte statt eigener Erfahrungen
Klaus G. schildert, dass er immer wieder Geschichten über angeblich gefährliche Begegnungen mit den Kangals gehört habe. Als er jedoch nachfragte, ob die Erzähler diese Erlebnisse selbst gemacht hätten, sei die Antwort häufig dieselbe gewesen: „Ich habe da etwas gehört.“ Statt Hörensagen verlässt sich G. jetzt auf seine eigenen Erfahrungen mit den Hunden. Ja, die Hunde bellten manchmal laut, berichtet er. „Aber sie sind auch nicht lauter als viele Vierbeiner hinter deren Gartenzaun.“

Ein stiller Moment am Deich
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm eine Begegnung an der Freiburger Schleuse. Ein Herdenschutzhund näherte sich auf der anderen Seite des Zauns, beobachtete die Besucher einen Moment, setzte sich schließlich hin und legte sich nach einiger Zeit entspannt schlafen. Für ihn sei dieser Moment ein Beweis dafür gewesen, dass die Hunde keineswegs aggressiv sind, sondern lediglich aufmerksam ihre Arbeit verrichten.

Aufmerksam verfolgen die Herdenschutzhunde jeden Schritt und Tritt | Foto: Klaus G.
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Respekt statt Provokation
Damit bestätigt der WOCHENBLATT-Leser genau das, worauf Benjamin Heinz seit Jahren hinweist: Herdenschutzhunde reagieren in erster Linie auf das Verhalten der Menschen. Wer Abstand hält, die Warnschilder beachtet und die Tiere nicht provoziert oder füttert, erlebt die Kangals meist als ruhige und souveräne Wächter ihrer Herde. Probleme entstehen nach den Erfahrungen des Schäfers häufig erst dann, wenn Spaziergänger oder Hundebesitzer den Hunden zu nahe kommen oder sie bewusst provozieren.

Aufmerksame Wächter am Deich in Nordkehdingen. Doch Vorsicht: Kangals sind keine Streicheltiere. Ihnen sollte man mit Respekt begegnen | Foto: Klaus G.
Diese Aufnahme wurde mit einem Teleobjektiv geknipst. Hier heißt es Abstand halten | Foto: Klaus G.
Aufmerksam verfolgen die Herdenschutzhunde jeden Schritt und Tritt | Foto: Klaus G.
Redakteur:

Jörg Dammann aus Stade

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