Lokomotive strandet nach Leckage im Bahnhof Hammah
Kühlflüssigkeit sorgt für Großeinsatz am Bahnhof – Bahnstrecke zeitweise gesperrt
- Einsatzkräfte der Feuerwehren am gestrandeten Zug im Einsatz
- Foto: Rolf Hillyer-Funke/Feuerwehren SG Oldendorf-Himmelpforten
- hochgeladen von Nicola Dultz
Ein vermeintlicher Lokbrand hat am Dienstagabend im Bahnhof Hammah einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Aus einer Lokomotive eines Zuges der Start Eisenbahn stiegen dichte Rauch- beziehungsweise Dampfwolken auf. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass kein Feuer ausgebrochen war. Ursache war eine technische Störung mit austretender Kühlflüssigkeit.
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, 19. Mai, gegen 17.23 Uhr im Bahnhof Hammah in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten im Landkreis Stade. Alarmiert worden waren zunächst mehrere Feuerwehren, nachdem eine brennende Lokomotive gemeldet worden war.
Dampfwolken aus Lokomotive lösen Alarm aus
Am Bahnsteig 1 stand ein Zug der Start Eisenbahn, der auf dem Weg nach Cuxhaven war. Am hinteren Ende des Zuges befand sich die betroffene Lokomotive, aus der deutliche Rauch- beziehungsweise Dampfwolken aufstiegen.
Die Mitarbeiter der Bahn leiteten sofort die üblichen Sicherheitsmaßnahmen ein. Die Passagiere verließen die Waggons und warteten auf dem Bahnsteig beziehungsweise in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Gleichzeitig wurde die Bahnstrecke in beide Richtungen gesperrt.
Neben Feuerwehren aus der Region rückten auch Rettungsdienst, Polizei sowie Notfall-Manager der Deutschen Bahn an. Schnell stellte sich heraus, dass kein Brand vorlag. Stattdessen war eine größere Menge Kühlflüssigkeit aus der Lokomotive ausgetreten.
Feuerwehr untersucht austretende Flüssigkeit im Gleisbett
Zur Unterstützung wurden Führungskräfte der Umwelteinheit der Kreisfeuerwehr Stade alarmiert. Gemeinsam mit dem Bahnpersonal untersuchten sie die Lokomotive sowie das Gleisbett auf mögliche Gefahrenstoffe.
Die Untersuchungen ergaben, dass rund 580 Liter Kühlflüssigkeit ausgetreten waren. Diese bestand nach Angaben der Einsatzkräfte aus Wasser und Glycerin. Nach Rücksprache mit Fachberatern und Verantwortlichen wurde entschieden, die Flüssigkeit im Gleisbett mit Wasser zu verdünnen.
Nachdem die defekte Lokomotive entfernt worden war, übernahm die Feuerwehr Hammah die Aufgabe, den betroffenen Bereich mit Löschwasser zu spülen. Währenddessen war bereits eine Ersatzlokomotive aus Hemmoor auf dem Weg, um den liegengebliebenen Zug abzuschleppen.
Alle weiteren Einsatzkräfte konnten den Einsatz im Verlauf beenden. Die Reisenden mussten jedoch zunächst im Bahnhof ausharren, bis eine Weiterreise organisiert werden konnte.
FAQ zum Einsatz im Bahnhof Hammah
Warum wurde die Feuerwehr zum Bahnhof Hammah alarmiert? Zunächst wurde gemeldet, dass eine Lokomotive im Bahnhof brennen soll. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass austretende Kühlflüssigkeit die Ursache für die Dampfwolken war. Welche Strecke war betroffen? Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven war während des Einsatzes in beide Richtungen gesperrt. Wurde jemand verletzt? Nach bisherigen Informationen wurde niemand verletzt. Welche Flüssigkeit trat aus der Lokomotive aus? Ausgetreten waren rund 580 Liter Kühlflüssigkeit aus Wasser und Glycerin. Warum war die Umwelteinheit der Feuerwehr im Einsatz? Die Spezialkräfte untersuchten, ob gefährliche Stoffe ausgetreten waren und welche Maßnahmen zum Schutz der Umwelt notwendig sind. Wie ging es für die Fahrgäste weiter? Die Reisenden mussten zunächst am Bahnhof warten, bis die Bahn eine Weiterreise organisieren konnte.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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