Tabularasa auf dem Wall
Anwohner kritisiert Maßnahmen im Zusammenhang mit der Sanierung der L 114

Dirk Hißenkemper kritisiert den radikalen Rückschnitt auf dem Wall an der L 114
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lt. Oldendorf. Die Bauarbeiten auf der Landesstraße 114 (Hauptstraße) in Oldendorf laufen auf Hochtouren. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade lässt in der Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 300 Metern die Fahrbahn von der Bushaltestelle Ecke Schulstraße/Blumenstraße bis zur Straße "Auf der Kuhlen"/Blaue Straße erneuern.
Anwohner Dirk Hißenkemper hält das zwar grundsätzlich für eine gute Sache, fragt sich aber, warum erst vor rund einem Jahr der Kurvenbereich an der Bushaltestelle Ecke Schulstraße erneuert wurde. Die Maßnahme hätte man sich seiner Meinung nach sparen können, wenn nur kurze Zeit später ohnehin die ganze Straße wieder aufgerissen wird.
Hißenkemper kritisiert auch die Tabula rasa auf dem Wall an der Hauptstraße gegenüber des Sportplatzes. Zum Einen seien die Anwohner im Vorfeld nicht über die Maßnahme informiert und von den Arbeiten überrascht worden. Zum Anderen hätten die Bäume auch eine Lärmschutzfunktion gehabt, so Hißenkemper.
Laut Hans-Jürgen Haase von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr seien die vor rund einem Jahr durchgeführten Ausbesserungen (Kosten: rund 8.000 Euro) aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich und nicht aufschiebbar gewesen. Zudem sei damals noch nicht klar gewesen, ob die jetzt laufende Baumaßnahme überhaupt in diesem Jahr durchgeführt werden könne, da die Finanzierung noch nicht sichergestellt gewesen sei.
Zur Tabula rasa am gemeindeeigenen Wall sagt Bürgermeister Johann Schlichtmann, dass große Bäume auf dem Wall ohnehin nie vorgesehen gewesen seien und es immer wieder Beschwerden gegeben hatte, weil die Gemeinde sich angeblich nicht um die Pflege des Walls kümmere. Da die Straße nun ohnehin gesperrt sei, habe man die günstige Gelegenheit ergriffen und rigoros zurückgeschnitten, damit dort bald eine "richtig schöne Hecke" enstehen könne, so Schlichtmann.
Dass die Anwohner im Vorfeld nicht informiert wurden, bedauert der Bürgermeister. Das Thema sei aber wiederholt auch in öffentlichen Ausschuss- und Ratssitzungen angesprochen worden. Laut Schlichtmann seien 90 Prozent der Anwohner zufrieden mit dem aus seiner Sicht überfälligen Rückschnitt.
Der Bürgermeister hofft, dass die Straße spätestens Ende Januar wieder befahrbar ist. Dann findet nämlich der 21. Winterlauf der Leichtathletikgemeinschaft Kreis Nord Stade in Oldendorf statt. Die Strecke führt über die Hauptumleitungsstraße, die Sunder Straße.
Neben der Landesstraße und dem Radweg werden auch die Bushaltestellen und die Querungshilfe erneuert sowie der Regenwasserkanal in dem Bauabschnitt neu hergestellt.

Dirk Hißenkemper kritisiert den radikalen Rückschnitt auf dem Wall an der L 114
Der Anwohner fragt sich auch, ob bei den Ausbesserungsmaßnahmen vor gut einem Jahr Geld verschwendet wurde

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