Spatenstich für fünf Windriesen

Spatenstich Uwe Leonhardt (li.), Vorstand Umwelt Management AG, und Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig
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Baustart für fünf Enercon-Anlagen in Engelschoff / Es weht weiter "Gegenwind"

tp. Engelschoff. Das Landschaftsbild im Geestdorf Engelschoff wird sich verändern: Nach mehrjähriger politischer Diskussion und "Gegenwind" von der gleichnamigen Bürgerinitiative wurde jetzt der symbolische erste Spatenstich für fünf Windräder südlich der Dorfstraße gesetzt. Baustart war bereits im Mai.

Die Umwelt Management AG (UMaAG) aus Cuxhaven errichtet eine moderne Anlage des Herstellers Enercon. Die von Investor UMaAG und Partnern betriebene Windspargel vom Typ E92 mit knapp 150 Metern Flügelspitzenhöhe, 104 Metern Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 92 Metern sind laut Uwe Leonhardt, UMaAG-Vorstandsvorsitzender, getriebelos und daher besonders geräuscharm. Leonhardt setzte den Spatenstich gemeinsam mit Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig aus Aurich.

Vorausgegangen war eine Wackelpartie: Einerseits wegen der Proteste, andererseits weil das Windkraft-Areal im Jahr 2013 im zweiten Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms des Landkreises Stade wegen paralleler Autobahn-A20-Planungen nicht mehr als Vorrangfläche für Windkraft deklariert war. Mit juristischer Hilfe wurde der Schritt rückgängig gemacht.

Durch transparente Informationspolitik erzielte die UMaAG allmählich eine höhere Akzeptanz für die rund 800 Meter vom Dorf entfernte Anlage. Nicht zuletzt sei das Unternehmen auf die Wünsche der Bürger und der Gemeinde Engelschoff eingegangen und habe die Anlagenhöhe auf 150 Meter begrenzt, sagt Uwe Leonhardt dem WOCHENBLATT. Mit einer Filmanimation auf Youtube protestierten die Gegner im Jahr 2010 noch gegen 180 Meter hohe Mühlen.

Beim Wegebau geht das Unternehmen behutsam vor: Durch Verwendung besonderer "Geozellen" wird Erdaushub im großen Stil vermieden, was den Anwohnern Lärmbelästigung durch mehrere hundert Lastwagentransporte erspart. Dabei handelt es sich um Kunststoffwaben, die zur Stabilisierung auf den gering tragfähigen Untergrund gelegt und mit Sand gefüllt werden. Mit Bewässerung der Baustelle wirken die Arbeiter zudem Sandverwehungen entgegen.

Es weht weiter "Gegenwind": Laut Initiativensprecher Sven Frisch "werden nunmehr Tatsachen geschaffen, deren Auswirkungen wir schon sehen und hören können, jedoch das finale Bild alles übertreffen wird". Laut Frisch haben mehr als die Hälfte der Bürger die Initiative unterstützt. "Sicherlich haben die Diskussionen dazu beigetragen, dass die Anzahl und die Höhe reduziert wurde, sowie die Abstände auf das möglichste ausgeweitet wurden. Jedoch waren und sind wir als Bürgerinitiative dagegen, weil die geplante Autobahn als Planungsprämisse die zur Verfügung stehende Fläche in Richtung Süden eingrenzt und wir die schönste unbebaute Fläche im Herzen von Engelschoff aufgegeben haben." Auf den Segen der Gewerbesteuereinahmen setze die Bürgerinitiative nicht, so Frisch. "Nutznießer sind die Verpächter - das ist allerdings legitim - sowie die Bauträger und Investoren."

• Höhe der Energieerzeugung beträgt ca. 29.000.000 Kilowattstunden pro Jahr, was für die Versorgung von etwa 8.200 Haushalten reicht. Inbetriebnahme ist voraussichtlich vierten Quartal 2016.

Spatenstich Uwe Leonhardt (li.), Vorstand Umwelt Management AG, und Enercon-Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig
Pfahlgründung mit dem Rammbock
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Thorsten Penz aus Stade

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