Leversen
Schwerer Frontalzusammenstoß auf der Rosengartenstraße (K 52 ) - mehrere Verletzte
- Auf gerader Strecke stießen die beiden Fahrzeuge aus bislang ungeklärter Ursache frontal zusammen
- Foto: Andreas Schubert / Feuerwehr Leversen
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Rosengartenstraße (K52) wurde die Freiwillige Feuerwehr Leversen-Sieversen am Mittwoch (12. August 2026) um 13.51 Uhr alarmiert. Im Waldgebiet zwischen Sieversen und Bachheide waren zwei Pkw frontal kollidiert, der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.
Aus bislang unklarer Ursache war dabei ein 86-jähriger Mann mit seiner Mercedes B-Klasse auf der Fahrt in Richtung Sieversen nach links in die Gegenfahrspur geraten und dort frontal mit dem Skoda Octavia einer 53-jährigen Frau kollidiert. Durch den Zusammenstoß überschlug sich der Mercedes und blieb quer zur Fahrtrichtung stehen. Der Skoda geriet ins Schleudern und landete im Straßengraben.
Eine 80-jährige Frau, die als Beifahrerin im Mercedes saß, wurde schwer verletzt. Die beiden Fahrer sowie zwei zwölf und 13 Jahre alte Jungen, die ebenfalls in dem Mercedes saßen, erlitten leichte Verletzungen.
Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass an beiden Unfallfahrzeugen jeweils die vorderen Reifen auf der Fahrerseite komplett abgerissen wurden und sich Trümmerteile weitläufig über die Fahrbahn verteilten.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Leversen-Sieversen bestätigte sich die erste Meldung
über eingeklemmte Personen glücklicherweise nicht. Alle fünf Insassen hatten sich bereits eigenständig aus den schwer zerstörten Fahrzeugen befreit und wurden vor Ort von Ersthelfern betreut.
Außer der Polizei, Rettungswagen und der Feuerwehr Leversen-Sieversen wurden die Freiwillige Feuerwehr Tötensen sowie die Feuerwehr Rade mit einem Rüstwagen zur Unterstützung nachalarmiert.
Die Feuerwehrkräfte übernahmen umgehend die medizinische Erstversorgung aller Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, der mit einem Großaufgebot sowie dem Hamburger Rettungshubschrauber „Christoph 29“ vor Ort war.
Parallel zur Patientenversorgung sicherten die Kräfte der Feuerwehr die Unfallstelle ab, stellten den Brandschutz sicher, streuten auslaufende Betriebsstoffe ab und klemmten die Fahrzeugbatterien ab.
Ein Gutachter machte sich vor Ort ein Bild von den Unfallspuren. Die Rosengartenstraße musste für die Rettungsarbeiten und die Unfallaufnahme bis ca. 18 Uhr voll gesperrt werden.
Autofahrer missachteten Straßensperrung
Dazu Jan Krüger, Polizeisprecher der Polizeiinspektion Harburg: "Die Kolleginnen und Kollegen an den Sperrstellen berichteten im Anschluss von zahlreichen Verkehrsteilnehmenden, die sich über die Absperrung beschwerten, weil sie nun einen Umweg in Kauf nehmen mussten.
Dies gipfelte sogar darin, dass Autofahrer über Waldwege an die gesperrte Strecke fuhren oder bereits aufgestellte Warnbaken und Sperrbänder beiseite räumten und über den Gehweg in die Rosengartenstraße einfuhren, um dann vor der Unfallstelle doch wieder wenden zu müssen.
Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel und respektlos gegenüber den Einsatzkräften und den Verletzten. Gegen mehrere Verkehrsteilnehmer wurden Platzverweise erteilt und Bußgeldverfahren eingeleitet."
An den beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Die Polizei schätzt die Gesamtschadenshöhe auf rund 80.000 Euro
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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