Verein Postkutsche Lüneburger Heide saniert das "Ole Fösterhuus" / Spenden benötigt
Das Denkmal erhalten

Vorsitzender Wolfgang Schnitter freut sich, dass das Fachwerk saniert wurde Fotos: as
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  • Vorsitzender Wolfgang Schnitter freut sich, dass das Fachwerk saniert wurde Fotos: as
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as. Klecken. Es ist ein Mammutprojekt, das der Verein Postkutsche Lüneburger Heide jetzt abgeschlossen hat: Der Westgiebel des "Ole Fösterhuus" im Kleckerwald wurde denkmalgerecht saniert.
Pünktlich zum Pfingstvergnügen präsentierte der Verein den Instand gesetzten Westgiebel des Gebäudes. "Das Fachwerk war völlig marode, die Sanierung dringend notwendig", sagt der Vorsitzende Wolfgang Schnitter. Die Balken des 1852 erbauten Hauses waren teilweise verrottet, unter dem Dach waren Steine herausgebrochen, der Giebel musste gestützt werden (das WOCHENBLATT berichtete).
Die Arbeiten wurden in enger Absprache mit dem Denkmalpflegeamt durchgeführt. Die verrotteten Balken wurden durch gleich altes Holz ersetzt. Die Steine wurden, soweit möglich, gesäubert und wiederverwendet oder durch "alte" gebrannte Steine ersetzt, die sich noch im Vorrat des Fösterhuus befanden. Dabei wurden auch die Ornamente, die sich an der Seite des Fösterhuus befinden, eine Mühle und verschiedene Runen, neu in die Mauer eingesetzt.
Weiterhin wurde das neue Fachwerk mit Kalkmörtel gebunden. In der Vergangenheit wurden Reparaturarbeiten nicht denkmalgerecht ausgeführt, zum Beispiel an der Fassade Zement eingesetzt - mit verheerenden Folgen. Die Wand hat sich stellenweise bereits nach außen gewölbt.
"Ich bin froh, dass wir den Westgiebel mit altersgerechtem Material so schön hinbekommen habe. Damit haben wir ein Großprojekt zu Ende gebracht, das wir die letzten zehn Jahre vor uns hergeschoben haben", sagt Schnitter stolz. Von April bis Juni haben die Arbeiten gedauert.
Etwa 40.000 Euro hat der Verein in die denkmalgerechte Sanierung investiert. 25 Prozent stammen aus Kreismitteln. Der Verein hat seine Mitgliedsbeiträge verdoppelt und für die Sanierung gespart, dennoch ist er weiterhin auf Spenden angewiesen. Denn mit der Sanierung des Fachwerks ist zwar ein Mammutprojetk abgeschlossen, doch weitere Aufgaben warten. "Als Nächstes müssen wir uns um eine neue 'Groot Dör' kümmern", so Schnitter. Die große Holztür an der Rückseite des Gebäudes ist undicht und muss ersetzt werden. Etwa 3.000 Euro schätzt Schnitter, kommen an Kosten auf den Verein zu. Auch das Innere des Gebäudes soll überholt werden, hinzu kommen weitere Fassadenarbeiten.
• Weitere Informationen zum Olen Fösterhuus und dem Verein Postkutsche Lüneburger Heide unter www.postkutschenverein.de.

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