Sachstand beim Windpark Rosengarten II
Schallreduzierter Modus zeigt Wirkung
- Der Windpark Rosengarten II verursacht Lärm
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Die Diskussionen um den Windpark Rosengarten II zwischen Tötensen und Nenndorf reißen nicht ab. Mit dem Start des Probebetriebs im August 2024 klagten Anwohner über erhebliche Lärmbelästigungen. Besonders nachts beeinträchtigte ein niederfrequentes Brummen die Lebensqualität vieler Bürger in den umliegenden Ortschaften wie Tötensen, Iddensen, Leversen und Sieversen. Der Betreiber reagierte daraufhin im November mit einer Nachtabschaltung, die erstmal wieder für ruhige Nächte sorgte.
Die Angelegenheit war vergangene Woche erneut Thema in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Rosengarten, die damit einem gemeinsamen Antrag der Gruppe SPD, Grüne und UWR folgte.
- Auf der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 6. Feburar
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Auf der Sitzung berichteten Percy Rahlf, Geschäftsführer der Windpark Rosengarten II GmbH & Co. KG, sowie Elisabeth Nowak vom Projektierer Abo Energy (ehemals Abo Wind) über den aktuellen Stand der Maßnahmen zur Lärmminderung. Hersteller Enercon blieb – wie bereits bei vorherigen Treffen – erneut der Veranstaltung fern, was für Unmut und Enttäuschung sorgte.
Nachtabschaltung verbesserte Situation
Ab dem 21. November 2024 wurden die Anlagen nachts zwischen 22 Uhr und 6 Uhr abgeschaltet, um den betroffenen Anwohnern zumindest in dieser Zeit Ruhe zu verschaffen. Zudem liefen die Windkraftanlagen seit dem 28. November im schallreduzierten Modus (NR III), um die Lärmbelästigung weiter zu verringern. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung: Mehrere Anwohner berichteten, dass sich die Situation deutlich verbessert habe.
Zwischen dem 14. und 15. Januar dieses Jahres führte ein Schallgutachter eine Prüfung der Geräusche im Modus NR III durch. Mit Erlaubnis des Landkreises Harburg laufen die Windenergieanlagen nun seit dem 4. Februar rund um die Uhr im schallreduzierten Modus (NR III).
Die Mehrzahl der Anwohner berichteten, dass es keinen Brummton mehr gebe, doch eine Bürgerin äußerte auf der Sitzung, sie habe die Veränderung am 4. Februar sofort gespürt bzw. gehört – noch bevor sie wusste, dass eine Umstellung vorgenommen wurde. Laut Schallmessung von Experten sei das aber eigentlich nicht möglich.
Der Hersteller Enercon arbeite, so berichtete es Percy Rahlf, derzeit an einer technischen Lösung, um die Tonhaltigkeit zu beseitigen. Unter anderem mithilfe einer Gegenfrequenz. Erste Ergebnisse von Messungen seien Mitte März angepeilt - wobei, so betonte Rahlf, man sich nicht unbedingt auf die zeitlichen Angaben des Herstellers verlassen könne. Eine genaue zeitliche Prognose für eine endgültige Lösung konnte demnach auf der Sitzung nicht gegeben werden.
"Die allermeisten der Betroffenen sind keine Windkraftgegner", betonte Dr. Stefan Lübben vom Grünen-Ortsverband Rosengarten. "Doch der Lärm ist schlichtweg eine Belästigung der Anlieger. Und daran muss gearbeitet werden." Er verdeutlichte weiter, dass der Windpark Rosengarten als Referenzanlage im gesamten Landkreis diene. "Es darf die Anwohner einfach nicht belästigen", stimmte Percy Rahlf zu.
Nach Abschluss der laufenden Arbeiten ist eine offizielle Messung durch die Fördergesellschaft Windenergie (FGW) geplant. Erst wenn diese bestätigt, dass die gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden, kann der Windpark wieder im normalen Betriebsmodus laufen. Bis dahin laufen die Anlagen im reduzierten Betrieb.
- Die beiden Windkraftanlagen verursachen Lärm
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Die wirtschaftlichen Einbußen für den Windpark Rosengarten II sind indes erheblich. Percy Rahlf erklärte, dass der Bürgerwindpark, an dem mehr als 160 Bürgerinnen und Bürger beteiligt sind, in engem Austausch mit Fachanwälten stehe, um mögliche Schadensersatzforderungen gegen den Hersteller Enercon geltend zu machen. Dennoch betonte er, dass die Gesundheit der Bürger an erster Stelle stehe und man weiterhin alles daran setze, eine Lösung zu finden.
Für viele Anwohner bleibt die Sorge bestehen, dass das Problem nicht zeitnah behoben wird. Immerhin, so der Tenor im Nachgang der Sitzung, sei die Kommunikation seitens Betreiber und Projektierer, im Gegensatz zum Hersteller, zufriedenstellend.
Redakteur:Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf |
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