Zukunft der Gewölbebrücke in Klecken ungewiss
Ortsbürgermeisterin fordert Erhalt statt Abriss
- Ortsbürgermeisterin Anke Grabe nimmt die „Tropfsteinhöhle“ in Augenschein. Die Bohrungen für die Stahlträger, die das Mauerwerk abfangen sollen, mussten wegen der starken Nässe im Bauwerk mehrfach abgebrochen werden.
- Foto: M. Grabe
- hochgeladen von Tina Lüecke
Die historische Gewölbebrücke in Klecken steht zur Diskussion: Nach Sicherungsarbeiten Ende September plant die Gemeinde Rosengarten offenbar den Abriss des Bauwerks – mit weitreichenden Folgen. Mehrere Wander-, Rad- und Reitwege würden dadurch unterbrochen, auch der Pferdehof der Familie Glade wäre betroffen. Ortsbürgermeisterin Anke Grabe informierte sich vor Ort über den Zustand der Brücke:
„Wie in einer Tropfsteinhöhle“, beschreibt sie die durchnässte Bausubstanz. Laut eines Brückeningenieurs der Deutschen Bahn seien verstopfte Entwässerungen und defekte Abdichtungen häufige Ursachen für Frost- und Mauerwerksschäden.
„Regelmäßige Wartung hätte viel Ärger erspart – das ist wie beim Zähneputzen“, so der Fachmann.
Grabe zeigt sich enttäuscht:
„Seit Jahren liegt ein umfassendes Sanierungskonzept eines Ingenieurbüros vor, das auch von der Bahn akzeptiert ist. Eine Grundsanierung hat es bisher nicht gegeben – nur Prüf- und Sicherungsarbeiten.“
Der Eindruck drängt sich auf, dass der mangelnde Unterhalt den Abriss rechtfertigen soll.
Sowohl der Ortsrat Klecken als auch die zuständigen Ausschüsse für Umwelt, Verkehr und Bauplanung sprechen sich klar für den Erhalt aus.
Anke Grabe hat deshalb für die öffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 18. November 2025 um 19 Uhr im Rathaus Nenndorf eine offizielle Anfrage an die Gemeindeverwaltung gestellt.
Redakteur:Tina Lüecke aus Buchholz |
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