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Was eine Zahnbürste mit Magneten und Spulen zu tun hat, das erforschten Svantje (v. li.), Aileen und Leonie jetzt an der Oberschule Rosengarten. Für ihren Einsatz, mehr Jugendliche für MINT-Fächer zu begeistern, wurde die Schule jetzt erneut als MINT-Schule zertifiziert
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Engagement für Naturwissenschaften: Oberschule Rosengarten erneut als MINT-Schule ausgezeichnet

as. Nenndorf. "Wie kann eine elektrische Zahnbürste ohne metallischen Kontakt aufgeladen werden?" Das erforschten jetzt die Neuntklässler der Oberschule Rosengarten. Physik-Unterricht ganz nah am Alltag: Für ihr Engagement um die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) wurde die Schule jetzt erneut als "MINT-Schule" ausgezeichnet.
Die Schüler untersuchten zunächst die Zahnbürste und das aufgeschnittene Ladegerät. "Vielleicht funktioniert das mit Magneten, ähnlich wie bei einem Induktionsherd", überlegte Marvin. Das gilt es in einem Versuch herauszufinden. Die Aufgabe: Elektrische Energie ohne leitende Verbindung von einem Stromkreis auf einen anderen übertragen. Dabei setzt Physiklehrerin Kathrin Althof auf Praxis statt auf Theorie. Das Material und die Fragestellung sind alles, was die Schüler erhalten. "Wir setzen im Unterricht auf freies Forschen und eigenständiges Lernen", sagt die Lehrerin. Kommen die Schüler nicht weiter, können sie auf "Hilfe-Kärtchen" Tipps nachlesen. Svantje, Janne und Aileen haben die Karten aber erst mal zur Seite gelegt. "Wir wollen erst mal versuchen, das allein hinzukriegen", sagen die Schülerinnen. Experimente gehören für die Oberschüler zum Alltag. Routiniert bauen sie mit einem Eisenkern und mit Kupferdraht umwickelten Spulen das Innenleben der Zahnbürste nach. Dann der Test: leuchtet die Lampe, wenn man sie an einen Stromkreislauf anschließt? Oder muss noch etwas umgebaut werden? "Selbst zu experimentieren ist besser, als etwas von der Tafel abzuschreiben", ist Marvin überzeugt. Sein Sitznachbar Ben pflichtet ihm bei: "Eigentlich interessiere ich mich nicht so für Naturwissenschaften. Aber selber zu forschen, ist schon cool."
Auch im Wahlpflichtbereich bietet die Oberschule spannende Experimente an. Die Schüler bauen ferngesteuerte Traktoren und lassen sie anschließend über einen Hindernis-Parcours fahren, löten piepende "Schrankwächter" zusammen oder konstruieren solarbetriebene Hubschrauber. "Die Hürde, sich für ein naturwissenschaftliches Projekt zu entscheiden, ist anfangs sehr hoch. Aber spätestens im Unterricht springt der Funke dann über", weiß Konrektor Ditmar Hagen.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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