In 25 Jahren knapp 40.000 Menschen betreut
Stiftung Opferhilfe Niedersachsen feierte Jubiläum in Salzhausen
- Im Gespräch: Jörg Sprenger, Geschäftsführer der Opferhilfe-Stiftung, und deren Vorstandsvorsitzende, Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann
- Foto: Stiftung Opferhilfe Niedersachsen
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Fast 40.000 von Straftaten betroffene Menschen hat die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen seit ihrer Gründung 2001 unterstützt - mit psychosozialen Angeboten ebenso wie mit finanzieller Hilfe in Höhe von insgesamt über neun Millionen Euro. In Salzhausen feierte die Organisation jetzt ihr 25-jähriges Jubiläum.
Die Stiftung berät, informiert und unterstützt Opfer von Straftaten und deren Angehörige. Über 30 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Niedersachsen - darunter auch Lüneburg - stehen für die professionelle Unterstützung bereit. "Für Salzhausen als Ort der Feierlichkeiten haben wir uns aufgrund der großen Gastfreundschaft der Samtgemeinde entschieden", erklärte Stiftungs-Sprecherin Silke Lorenz gegenüber dem WOCHENBLATT.
Beim Jubiläumsfest blickten rund 90 Gäste gemeinsam auf die Anfänge der Stiftung zurück und sprachen über aktuelle Herausforderungen. Zudem wurde der große Erfolg des jüngsten Spendenmarathons gefeiert: Statt der erhofften 25.000 Euro brachte die Aktion für Opfer digitaler Gewalt sogar über 43.000 Euro ein.
Salzhausens Samtgemeinde-Bürgermeister und Gemeindedirektor Jens Köster begrüßte die Gäste und gab einen Einblick in die Geschichte des örtlichen Hauses des Gastes, auf dessen Gelände das Fest stattfand.
Anschließend brachte Stiftungs-Geschäftsführer Jörg Sprenger, Vorsitzender am Oberlandesgericht Oldenburg, Menschen miteinander ins Gespräch, die die Institution in unterschiedlichen Phasen geprägt haben. Dabei wurde deutlich: Die Geschichte der Stiftung ist auch eine Geschichte vieler engagierter Menschen.
Gemeinsam mit Niedersachsens Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann (SPD), Vorstandsvorsitzende der Stiftung, richtete Jörg Sprenger den Blick schließlich auf die Zukunft der Stiftung. Neben den wachsenden Herausforderungen durch digitale Gewalt ging es dabei insbesondere um die Ausweitung der psychosozialen Prozessbegleitung auf Gewaltschutzverfahren. Damit wurde beim Jubiläum nicht nur zurückgeschaut, sondern auch deutlich gemacht, wo die Opferhilfe in den kommenden Jahren gefordert sein wird.
Mehr Infos unter www.opferhilfe.niedersachsen.de.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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