Erster Einsatz endet mit Lebensrettung
18-Jähriger Mobiler Retter reagiert bei Herzinfarkt in Meckelfeld sofort
- Der 18-jährige Lebensretter Laszlo Przybylski mit dem dankbaren Ehepaar Knud und Silke Gaedcke
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Sven Rathert
Der 10. September 2025 hat das Leben von Knud und Silke Gaedcke aus Meckelfeld verändert. Nach einem schweren Herzinfarkt überlebte Knud Gaedcke nur dank der schnellen Hilfe seiner Frau, des Rettungsdienstes und des damals 18-jährigen Mobilen Retters Laszlo Przybylski. Nun kam es im Gymnasium Meckelfeld zu einem besonderen Wiedersehen zwischen dem Geretteten und seinem Lebensretter.
Silke Gaedcke hatte ihren Mann kurz nach der Rückkehr aus dem Urlaub bewusstlos im Bett gefunden. Er habe weder geatmet noch einen Herzschlag gehabt. Sofort alarmierte sie den Notruf und begann unter Anleitung der Rettungsleitstelle mit der Herzdruckmassage.
Alarmierung direkt aus dem Unterricht
Parallel wurde Laszlo Przybylski über die Mobile-Retter-App alarmiert. Der damals 18-Jährige saß zu diesem Zeitpunkt im Unterricht am Gymnasium Meckelfeld. Er nahm den Defibrillator aus der Schulaula mit und fuhr zum Einsatzort. Bereits 3 Minuten und 30 Sekunden nach der Alarmierung traf er bei der Familie Gaedcke ein und unterstützte die Reanimation.
Nach dem ersten Defibrillator-Schock setzte bei Knud Gaedcke wieder eine eigenständige Atmung ein. Zwar musste er kurz darauf erneut reanimiert werden, anschließend konnte er jedoch stabil ins Krankenhaus gebracht werden. Dort wurden später acht Bypässe gelegt sowie ein Herzklappenfehler behandelt.
Für Laszlo Przybylski war es der erste Einsatz als Mobiler Retter. Seitdem folgten drei weitere Einsätze. Der Abiturient engagiert sich seit der 9. Klasse im Schulsanitätsdienst des Gymnasiums Meckelfeld und ist ehrenamtlich in der DRK-Bereitschaft Winsen aktiv. Nach dem Abitur möchte er eine Ausbildung zum Notfallsanitäter absolvieren.
841 Mobile Retter im Landkreis aktiv
Die Mobilen Retterinnen und Retter im Landkreis Harburg unterstützen seit Mitte 2023 den Rettungsdienst bei Einsätzen. Nach Angaben des Landkreises stehen mittlerweile 841 Ehrenamtliche bereit. Sie werden gemeinsam mit dem Rettungsdienst alarmiert und erreichen den Einsatzort häufig bereits vor den Rettungskräften. Ziel ist es, bis zum Jahresende 1.000 Mobile Retter (mobileretter@lkharburg.de) im Landkreis Harburg zu gewinnen.
Interessierte benötigen mindestens die Qualifikation als betriebliche Ersthelferin oder betrieblicher Ersthelfer. Vor dem Einsatz erfolgt eine theoretische und praktische Ausbildung. Weitere Informationen gibt es beim Landkreis Harburg.
Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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