Endlich mehr Platz: Grundschule Emmelndorf soll erweitert werden

Ein gutes Beispiel für die „gelebte Improvisation“ in Emmelndorf: Schulleiterin Martina König in einem Klassenraum im Obergeschoss, der früher einmal Teil der Hausmeisterwohnung war und auch als Werkraum dient
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kb. Emmeldorf. „Wir platzen hier schon seit Jahren aus allen Nähten, es wird wirklich Zeit, dass sich was tut“, sagt Martina König, Leiterin der Grundschule in Emmelndorf. Auf der Sitzung des Bauausschusses am Donnerstag, 23. November, (17 Uhr, Rathaus Hittfeld) soll der An- und Umbau der Grundschule beschlossen werden. Der Schul- und Kulturausschuss hat sich im September bereits positiv zur Maßnahme geäußert. „Ich bin sehr glücklich, dass der Anbau in greifbare Nähe rückt“, sagt Martina König. Wenn alles glatt geht, könnte die Maßnahme schon im kommenden Jahr beginnen.
In der Grundschule in Emmelndorf, die vor fast 70 Jahren mit zwei Klassen startete, werden derzeit 134 Schüler in sieben Klassen unterrichtet - Tendenz gleichbleibend. Immer wieder wurde das Schulgebäude in der Vergangenheit erweitert, bereits seit rund sechs Jahren stehen als Ergänzung zwei Containerklassen auf dem Schulhof. „Das war ursprünglich als Provisorium gedacht, jetzt ist es zur Dauerlösung geworden“, resümiert die Schulleiterin.
Schon seit Jahren wird an der Grundschule viel improvisiert. „Uns fehlt es einfach an Fachräumen. Die Musiklehrerin muss sich z.B. die Instrumente unter den Arm klemmen und damit in die Klassen kommen. Auch für Beratung und Förderung brauchen wir dringend eigene Räume. Das machen wir derzeit überall dort, wo etwas frei ist. Zur Not auch in meinem Büro“, schildert Martina König die Situation.
Insgesamt 2,2 Millionen Euro wird die Umgestaltung der Schule kosten. Die Kreisschulbaukasse schießt jeweils 310.000 Euro als Zuwendung und als zinsloses Darlehen zu. Geplant ist im Erdgeschoss u.a. der Neubau von zwei Klassenräumen, zwei Beratungs- und Förderräumen, Toiletten, eines breiten Flures und eines Treppenhauses. Im Obergeschoss sollen ein neuer Klassen- und ein Klassen- bzw. Fachraum, ein kleiner Raum zur freien Verfügung und ebenfalls ein neuer Flur entstehen. Das derzeitige Lehrerzimmer im Erdgeschoss soll vergrößert werden.
Weil die Baumaßnahme insgesamt mindestens 18 Monate dauern wird, ist sie nur unter laufendem Betrieb möglich. Für vier Schulklassen soll im Sommer 2018 eine Pavillonanlage aufgestellt werden, die vorhandenen Container werden nach Umzug der Klassen in die Pavillons abgebaut. Spätestens nach den Herbstferien 2020 soll der Schulbetrieb dann im erweiterten Schulgebäude aufgenommen werden.
„Auch wenn die Umbauphase sicherlich noch einmal stressig wird - wir freuen uns wirklich sehr auf die neuen Möglichkeiten, die wir im erweiterten Gebäude haben werden“, sagt Martina König, die im Ausschuss auf ein einstimmiges Votum für den Umbau hofft.

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Aus dem ursprünglichen Provisorium wurde eine Dauerlösung: Die Container an der Grundschule in Fleestedt

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