Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge: Schrauber gesucht!

Auch Tesfaalem Ogbasgi (li.) weiß Axel Splittgerbers handwerkliches Geschick zu schätzen. Obwohl er nicht mehr in der Flüchtlingsunterkunft wohnt, kommt er noch immer zu Werkstatt, um sein Rad in Schuss zu halten
  • Auch Tesfaalem Ogbasgi (li.) weiß Axel Splittgerbers handwerkliches Geschick zu schätzen. Obwohl er nicht mehr in der Flüchtlingsunterkunft wohnt, kommt er noch immer zu Werkstatt, um sein Rad in Schuss zu halten
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kb. Meckelfeld. Über Langeweile kann Axel Splittgerber aus Meckelfeld nicht klagen. Der 75-Jährige engagiert sich seit über drei Jahren tatkräftig in der örtlichen Flüchtlingshilfe - jetzt sucht er eine helfende Hand oder sogar einen Nachfolger für sein wichtigstes Projekt: die Fahrradwerkstatt an der Flüchtlingsunterkunft am Zürnweg. „Ich brauche dringend Unterstützung, zu zweit ginge vieles sehr viel einfacher“, sagt Axel Splittgerber.
An sein Ehrenamt kam der Rentner eher zufällig. „Ich wurde gefragt, ob ich helfen kann. Damals wie heute ist unser wesentlicher Antrieb, den Geflüchteten mit den Fahrrädern ein Stück Mobilität zu ermöglichen“, erzählt Axel Splittgerber. Anfangs werkelten die „Schrauber“ zu zweit, inzwischen ist Splittgerber alleine für die Werkstatt zuständig. Jeden Mittwoch von 11 bis 14 Uhr öffnet er die Türen des Containers, in dem Ersatzteile, Werkzeug und zu reparierende Fahrräder untergebracht sind. Die Nachfrage ist ungebrochen groß. „Es gibt immer etwas zu tun. Und es kommen längst nicht nur Flüchtlinge aus der Unterkunft am Zürnweg zu uns, sondern auch die, die längst in eigenen Wohnungen leben“, erzählt Splittgerber.
Auch wenn die Hilfesuchenden natürlich gerne selbst mit Hand anlegen und ihre Räder wieder straßentauglich machen, wäre ein „Schrauber-Kollege“ für den Ehrenamtlichen eine große Erleichterung. Denn es ist nicht nur das Reparieren der Fahrräder, um das er sich kümmert. „Ich organisiere Ersatzteile, Werkzeug sowie Radspenden und schlachte nicht mehr funktionstüchtige Räder aus“, berichtet er. Auch wenn ihm die Arbeit manchmal etwas viel wird, weil er sich zudem auch noch um Umzüge für die Flüchtlinge kümmert und Möbel organisiert - einfach aufzuhören kommt für Axel Splittgerber nicht in Frage. „Ich sehe jede Woche, wie wichtig die Werkstatt ist“, sagt er.
Wer ihn unterstützen will, muss eigentlich nur ein wenig Zeit mitbringen und handwerklich geschickt sein. „Ich freue mich wirklich über jede Hilfe. Es muss sich auch niemand gleich festlegen, wie oft oder wie lange er sich engagieren möchte“, so Axel Splittgerber. Wer sich die Werkstatt einmal ansehen möchte und sich vorstellen kann, sein handwerkliches Können einzubringen, meldet sich bei Splittgerber unter Tel. 040 - 7682645 oder 0177 - 7682645. Übrigens: Die Fahrradwerkstatt kann auch Ersatzteile, alte Räder und Werkzeug immer gebrauchen. Auch hier wird um einen Anruf gebeten.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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