Ruhestätte für Haustiere
Hundefriedhof Seevetal: Neue Eigentümerin sucht einen Betreiber

Ein Schild weist den Weg zu dem Hundefriedhof Seevetal. Besonders ist der Ort allemal. Höchstens 160 Tierruhestätten existieren in Deutschland.
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  • Ein Schild weist den Weg zu dem Hundefriedhof Seevetal. Besonders ist der Ort allemal. Höchstens 160 Tierruhestätten existieren in Deutschland.
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ts. Seevetal. Üppiger, wilder Bewuchs auf dem mit Bäumen bestandenen Gelände hatte den Blick auf die kleinen Gräber beinahe verdeckt. Einzelne leuchtende, mit Batterie betriebene Windlichter sind aber der Beweis dafür, dass einige Menschen die Ruhestätten ihrer Tiere bis heute besuchen. Der zuletzt herrenlose Hundefriedhof Seevetal im Ferienhausgebiet Lindhorster Heide hat eine neue Eigentümerin: die hiesige Immobilienmaklerin Karen Ulrich. Sie möchte von der Bevölkerung und den Friedhofsbesuchern wissen, ob der Tierfriedhof erhalten bleiben soll. Die Alternative wäre, einen Park zu schaffen.

Karen Ulrich hat ein Ferienhaus aus dem Nachlass des letzten Friedhofseigentümers erworben - und kam so zu der ungewöhnlichen Immobilie. Rund 360 Tiergräber befinden sich auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Grundstück.

Etwa 150 bis 160 Tierfriedhöfe gibt es in Deutschland

60 Jahre ist der Hundefriedhof Seevetal alt. Ein Ort mit Tradition also. Besonders ist er allemal. Etwa 150 bis 160 Tierfriedhöfe existieren in ganz Deutschland, schätzt der Bundesverband der Tierbestatter. Der Trend geht zu Einäscherungen in Krematorien. Herrchen und Frauchen stellen die Asche ihre verstorbenen Tieres als bleibende Erinnerung in ein Gefäß in das Wohnzimmer.

Karen Ulrich hat den zuletzt üppigen Bewuchs entfernen lassen und damit den Blick auf die Tiergräber freigelegt. Ihr sind die liebevollen Inschriften auf den Grabsteinen aufgefallen. Deshalb möchte sie wissen, ob noch Hundehalter ihre verstorbenen Lieblinge besuchen. Einzelne Menschen müssen sich trotz des dichten Bewuchses an Blättern, Ästen und Wurzeln vorbei zu den Gräbern ihrer Lieblinge durchgekämpft haben.

Schriftliche Unterlagen zu den Menschen, die Gräber erworben haben, seien nicht mehr vorhanden. Karen Ulrich ruft dazu auf, ihr mitzuteilen, ob der Hundefriedhof erhalten bleiben soll. "Für diesen Fall suche ich jemanden, der das Gelände pflegen möchte. Die Aufgabe könnte auch ein Verein übernehmen."
Möglicherweise sei Tierhaltern die Grabpflege auch zu aufwendig. "Ist ein Tierfriedhof noch zeitgemäß?", fragt Karen Ulrich. Die Hundegrabbesitzer und Hundehalter melden sich bei ihr im Unternehmen, Telefon 04105-554455.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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