Schüler-Engagement gegen Rassismus und Ausgrenzung

Feierten gemeinsam mit den Schülern (v. li.): stv. Landrätin Anette Randt, Dezernentin der Landesschulbehörde Maren Kuhlmann, Schulpate Willi Cramer, Schulleiter Thomas Höfer, SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler und Peter Kaufmann, Landeskoordinator Schule ohne Rassismus
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  • Feierten gemeinsam mit den Schülern (v. li.): stv. Landrätin Anette Randt, Dezernentin der Landesschulbehörde Maren Kuhlmann, Schulpate Willi Cramer, Schulleiter Thomas Höfer, SPD-Bundestagsabgeordnete Svenja Stadler und Peter Kaufmann, Landeskoordinator Schule ohne Rassismus
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Die Oberschule Meckelfeld wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde als „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ausgezeichnet

as. Meckelfeld. „Willkommen! Velkommen! Tervetuola! Hoş geldiniz!“ Auf Dänisch, Finnisch, Türkisch, Rumänisch, Russisch, Ghanesisch und vielen anderen Sprachen begrüßten die Schüler der Oberschule Meckelfeld die Gäste der Feierstunde zur Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“.
Vor etwa anderthalb Jahren entstand in einer Projektwoche zum Thema „Rassismus und Toleranz“ der Wunsch der Schüler, am bundesweiten Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ teilzunehmen. An einer „Schule ohne Rassismus“ verpflichten sich mindestens 70 Prozent der Schüler und Mitarbeiter mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.
Die Information der Mitschüler und Lehrer und die Sammlung der Unterschriften lag dabei vollständig in Schülerhand. Ihr Einsatz hat sich ausgezahlt: als eine von 25 Schulen im Landkreis Harburg und eine von 1.920 Schulen in Deutschland ist die Oberschule Meckelfeld nun eine „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. In der Feierstunde überreichte Peter Kaufmann, niedersächsischer Landeskoordinatior „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ (SOR-SMC) des Niedersächsischen Kultusministeriums, der Schule nun eine Urkunde und ein Schild.
Willi Cramer begleitet die Schule als Projektpate.
Die Schüler haben ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. In der mit bunten Ballons geschmückten Aula richteten Anette Randt, stellvertretende Landrätin des Landkreis Harburg, und Maren Kuhlmann, Dezernentin der Landesschulbehörde, das Wort an die Schüler. Aufgelockert wurde die Veranstaltung von musikalischen Darbietungen und einem internationalen Buffet mit Spezialitäten aus Tunesien, Russland, Polen, Mazedonien und vielen anderen Ländern. Wie intensiv sich die Schüler mit dem Thema beschäftigt hatten, wurde anhand eines von den Klassen 10a und 10d aufgeführten Theaterstücks deutlich. In dem Stück mit dem Titel „Ausländer raus!“ nehmen verschiedene Produkte, die nicht aus Deutschland stammen, die an eine Wand gesprühte Parole „Ausländer raus!“ zum Anlass, Deutschland zu verlassen. Textilien, Gewürze, Südfrüchte, Schokolade, Computer, Handys, Navigationsgeräte - viele der Gegenstände aus unserem Alltag kommen aus dem Ausland und würden schmerzlich vermisst, wenn sie wegfallen. „Je bunter die Welt ist, desto schöner ist sie. Deshalb ist es wichtig, dass wir respektvoll miteinander umgehen“, lautet das Fazit der Schüler.

Autor:

Anke Settekorn aus Rosengarten

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