Öffentliche Mitgliederversammlung
Seevetaler Grüne fordern Transparenz der Bahnpläne
- Soll der Plan für die neue Bahnstrecke umgesetzt werden, oder doch lieber der Alpha-E-Kompromiss? Politiker aus dem Landkreis Harburg halten weiterhin an der Alpha-E-Variante fest. Aber wie denken die WOCHENBLATT-Leserinnen und -Leser darüber?
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Die Seevetaler Grünen stellen die geplante Neubaustrecke der Bahn von Hamburg nach Hannover durch Seevetal und die Heidedörfer in den Mittelpunkt ihrer nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung. Die Sitzung findet am Montag, 11. August 2025, im Treffpunkt Hittfeld (bei der Burg Seevetal) statt und beginnt um 19.15 Uhr. Ab 20 Uhr soll ausschließlich das Thema Bahntrasse behandelt werden. Auch Gäste sind willkommen.
Experten aus Bürgerinitiativen
und Projektbeirat geladen
Um neben den Informationen der Bahn weitere Perspektiven einzubeziehen, wurden zwei externe Experten eingeladen: Reinhard Crasemann, Vertreter der Bürgerinitiativen gegen den Trassenneubau, und Dr. Peter Dörsam, Sprecher des Projektbeirats Alpha E.
Bereits vor zwei Jahren hatten sich die Seevetaler Grünen klar gegen die Neubaustrecke positioniert. Grünen-Vorsitzender Peter Stielert betont: „Natürlich unterstützen wir die Verlagerung des Verkehrs auf nachhaltige Energieträger, deutliche Senkungen der CO2-Emissionen und die bessere Vernetzung des Personennahverkehrs. Und wir werden prüfen, ob mit dem neuen, durch die Nacht-und-Nebel-Aktion der Bahn kurz vor der parlamentarischen Sommerpause Ende Juni sehr irritierenden Vorstoß auch grundlegende Veränderungen in der Planung vorgenommen wurden. Das ist auf den ersten Blick jedoch nicht zu erkennen.“ Die Skepsis sei groß, dass „etwas gegen alle Vernunft durchgeboxt werden soll. Denn wer so vorgeht, hat etwas zu verbergen.“
Grüne zweifeln an Vorgehen
und Berechnungsgrundlagen der Bahn
Kritik äußern die Grünen auch an der Kommunikation zur geplanten Trasse. Es werde beschönigend von einer Strecke „entlang der Autobahn“ gesprochen, obwohl dies technisch nicht möglich sei. Zudem sei eine bereits 2023 genutzte Berechnungsmatrix noch immer Grundlage für die Auswahl der sogenannten Vorzugsvariante. „Bereits vor zwei Jahren haben wir die Berechnungsgrundlagen mit allen eingeflossenen Parametern eingefordert, die zu den Prüfungsergebnissen zugunsten der Vorzugsvariante der verglichenen Bahntrassen geführt haben. Es ist nichts bei uns angekommen“, so Stielert. „Wir haben deshalb erneut die Berechnungsgrundlagen angefordert, um die Ergebnisfindung nachvollziehen zu können.“
Aus Sicht der Grünen sei der im Dialogforum Schiene Nord entwickelte Konsens zur Modernisierung und Erweiterung der Bestandsstrecke weiterhin die ökologisch und ökonomisch sinnvollste Lösung. Stielert erklärt: „Nach unserem bisherigen Erkenntnisstand ist die zügige Modernisierung und Sanierung sowie langfristig der Ausbau der bestehenden Strecke gemäß dem in Alpha E erarbeiteten Konsens die ökologisch und ökonomisch beste und sinnvollste Lösung, wodurch zeitnah spürbare Verbesserungen im Zugverkehr, genügend Kapazitäten für Personen- und Güterverkehr sowie ein guter Deutschlandtakt ermöglicht werden würde. Dieser im Dialogforum Schiene Nord erarbeitete Konsens ist in nur wenig veränderter Form bereits 2016 durch Bundestag und Bundesrat verabschiedet worden. Passiert ist seitdem nichts. Das ist wohl das große Problem der Bahn.“
Am 11. September folgt eine offizielle Bürgerinformationsveranstaltung der Deutschen Bahn in der Burg Seevetal.
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Redakteur:Sven Rathert aus Seevetal |
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