Frauenpower in Maschen: Drei Frauen an der Spitze des Ortsrates

Das Spitzentrio im Ortsrat Maschen: Angelika Tumuschat-Bruhn (Mitte), Renate Clausen-Sainer (li.) und Kirsten Petersen
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kb. Maschen. Das ist echte Frauenpower: In Maschen stehen mit Angelika Tumuschat-Bruhn (SPD), Kirsten Petersen (Freie Wähler) und Renate Clausen-Sainer (SPD) drei Damen an der Spitze des Ortsrates. Dabei war der Ausgang der Bürgermeisterwahl so nicht abzusehen. Mir Robin Yalcin präsentierte die CDU einen starken Gegenkandidaten, zwei Wahlgänge waren nötig, bis Tumuschat-Bruhn als alte und neue Ortsbürgermeisterin von Maschen, Horst und Hörsten feststand.
Insgesamt 20 Ratsmitglieder (es fehlte Joachim von Elsner/Grüne) hatten sich in dieser Woche zur konstituierenden Ratssitzung im Dorfhaus Maschen eingefunden, eine Pattsituation bei der Wahl des Ortsbürgermeisters war damit möglich. Mit Angelika Tumuschat-Bruhn schickte die SPD die vorherige Amtsinhaberin ins Rennen. "Angelika Tumuschat-Bruhn hat bei der Kommunalwahl eine breite Zustimmung für ihre Arbeit durch die Bürger erfahren. In den vergangenen fünf Jahren hat sie sich als echte Teamplayerin erwiesen, die sich stark dafür eingesetzt hat, dass Politik, Vereine und Verbände im Ort näher zusammenrücken", begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Rakowski die Kandidatur der Sozialdemokratin. Die Erfahrung Tumuschat-Bruhns und ihre Kommunikativität seien besonders im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben, Stichwort Decatur-Brücke, sehr wichtig, so Rakowski weiter. Tumuschat-Bruhn selbst appellierte an den Ortsrat, konstruktiv zusammenzuarbeiten: "Nur gemeinsam sind wir stark!" Sie machte aber auch klar, dass der Ortsrat Entwicklungen immer nur anregen könne. "Die Entscheidung fällt letztlich auf Gemeindeebene", so Tumuschat-Bruhn.
Für die CDU kandidierte Robin Yalcin. Der 37-Jährige ist vor zweieinhalb Jahren von Hamburg nach Maschen gezogen, engagierte sich jedoch bereits in der Hansestadt politisch und saß dort als Fraktionsvorsitzender in der Bezirksversammlung. Ihm seien im Wahlkampf häufig Menschen begegnet, die frustiert von der Politik gewesen seien. "Mein Anliegen ist, diese Bürger wieder zu erreichen", so Yalcin. Weiterhin wolle er sich dafür einsetzen, den dörflichen Charakter Maschens zu erhalten, die Verkehrsflüsse zu optimieren und der Schulstraße neues Leben einzuhauchen, besonders durch die Ansiedlung von Gastronomie.
Bei der geheimen Wahl errreichte Yalcin im ersten Wahlgang neun Stimmen, Tumuschat-Bruhn zehn, ein Ratsmitglied enthielt sich. Da für einen Wahlsieg die absolute Mehrheit, also elf Stimmen, notwendig gewesen wäre, mussten die Ratsmitglieder erneut abstimmen. Im zweiten Wahlgang reichte Tumuschat-Bruhn mit zehn Stimmen die einfache Mehrheit, Yalcin kam erneut auf neun Stimmen, ein Wahlzettel war ungültig. Einstimmig fiel die Wahl der ersten Stellvertreterin Kirsten Petersen und der zweiten Stellvertreterin Renate Clausen-Sainer aus. Angelika Tumuschat-Bruhn freute sich besonders, zwei Frauen an ihrer Seite zu wissen. "Das hatten wir noch nie in Maschen", so die Ortsbürgermeisterin.

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Katja Bendig aus Seevetal

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