Notunterkunft für Flüchtlinge in Over? Seevetal meldet Turnhalle als Option

Die Turnhalle (li.) in Over könnte als Notunterkunft für Asylsuchende dienen, derzeit prüft der Kreis diese Option
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kb. Seevetal. Die Gemeinde Seevetal hat dem Landkreis Harburg in der vergangenen Woche die große Turnhalle in Over als mögliche Notunterkunft für Flüchtlinge gemeldet. Alle Kommunen im Kreis waren aufgerufen worden, eine potenzielle Notunterkunft zu nennen. "Unter Abwägung der Umstände haben wir uns für Over entschieden", erklärte Verwaltungs-Vize Dirk ter Horst jetzt auf der Sitzung des Gemeinderates. Ausschlaggebend sei u.a. gewesen, dass in der Halle an der Straße Oversand kein Schulsport stattfindet. "Wir haben uns diesen Schritt nicht leicht gemacht", betonte Bürgermeisterin Martina Oertzen.
Die Meldung als Notunterkunft habe zunächst keine Konsequenzen. Der Landkreis werde in einem ersten Schritt alle Optionen prüfen und dann über das weitere Vorgehen entscheiden, so Oertzen. Wie berichtet, gelingt es dem Kreis vorerst, die in dieser Woche zusätzlich unterzubringenden 300 Flüchtlinge auf bestehende Einrichtungen zu verteilen.
"Für uns würde eine Belegung der Halle mit Flüchtlingen erhebliche Einschränkungen bedeuten", machte Anja Titius vom Vorstand des TSV Over-Bullenhausen auf der Sitzung deutlich. Zwar gebe es auch noch die kleine Sporthalle, diese sei jedoch marode und müsse im Fall der Fälle als Lager für die Geräte aus der großen Halle dienen. "Wir hoffen, dass die Gemeinde mit uns konstruktiv zusammenarbeitet und uns dabei unterstützt, Ausweichmöglichkeiten zu finden", so Titius.
Neben der Notunterkunft in Over ist die Gemeinde mit dem Landkreis im Gespräch über weitere Unterkünfte. "Wir stellen uns auf erhöhte Zuweisungen ein", so Oertzen. Derzeit sind in der Gemeinde etwa 315 Asylsuchende untergebracht, in gesicherter Planung befinden sich 88 Plätze in Fleestedt und 87 Plätze in Ramelsloh. Insgesamt sind das 490 Plätze, laut Berechnungen von Anfang Oktober müssten bis Januar noch weitere 99 geschaffen werden. "Doch diese Zahlen sind auch schon nicht mehr aktuell", sagte Landkreissprecher Johannes Freudewald, der zur Sitzung gekommen war, um über die Situation im Kreis zu berichten. "Wir bemühen uns sehr vorausschauend zu planen, aber vom Land kommen ständig neue Zahlen", so Freudewald. "Wir haben den Eindruck, dass dort im Moment der Überblick fehlt."
• Gute Nachrichten gibt es für Ramelsloh: Ortsrat und Flüchtlingsinititaive hatten sich seit Wochen beim Landkreis darum bemüht, dass die neue Flüchtlingsunterkunft im Gewerbegebiet auch einen sogenannten "Sozialraum" bekommt. Der war in der Planung zunächst nicht vorgesehen. Die Notwendigkeit nach einem solchen Aufenthaltsraum stieg noch weiter, nachdem sich Seevetal bereit erklärt hatte, in Ramelsloh etwa 30 Asylsuchende mehr als zunächst geplant aufzunehmen. Im Gemeinderat sagte Kreissprecher Freudewald der Gemeinde jetzt zu, dass in Ramelsloh ein Aufenthaltscontainer aufgestellt wird.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

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