212 Eheschließungen und "einsame Exoten"

Die Stader heiraten am liebsten im Trauzimmer des alten Rathauses. Einen Einblick in die Räume gewährte Standesbeamtin Ina Sander in an einem Tag der offenen Tür in historischer Tracht
  • Die Stader heiraten am liebsten im Trauzimmer des alten Rathauses. Einen Einblick in die Räume gewährte Standesbeamtin Ina Sander in an einem Tag der offenen Tür in historischer Tracht
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Heiteres und Trauriges aus dem Verwaltungsbericht 2013

tp. Stade. Mehrmals im Jahr müssen Mitarbeiter der Stadt lästige Aufkleber von Gebäuden, Straßenlaternen, Ampeln und Co. entfernen. Waren im Wert von mehr als 19.000 Euro, darunter 1,5 Tonnen Süßigkeiten - wurden durch die Stadt aus dem kriminellen Kreislauf gezogen. Diese und viele weitere Informationen stehen über die vielfältigen Aufgaben der Stadt gibt jetzt der aktuelle Stader Verwaltungsbericht 2013, der für jedermann zur Einsicht im Rathaus ausliegt.
Bei der Lektüre des knapp 180 Seiten starke Werkes im A4-Format erfährt der Leser auch, dass das Bauamt im vergangenen Jahr 784 Bauanträge bearbeitete, von denen 688 genehmigt wurden. Insgesamt 5.155 Leseratten sind Kunden der Stadtbücherei, die immer mehr elektronische Medien wie Hörbücher und DVDs verleiht.
216 Paare gaben sich im Standesamt Stade und seinen Außenstellen das Ja-Wort. 212 Mal fand die Vermählung im Trauzimmer des historischen Rathauses statt, einmal auf dem Museumsschiff "Greundiek". Auf kein Interesse bei Heiratswilligen stieß das ehemalige Bürgermeister-Büro. Die Stader heirateten am Liebsten an einem Freitag.
In 681 Fällen gratulierte die Stadt älteren Mitbürgern ab 80 Jahren schriftlich zum "runden Geburtstag". Im Stadtgebiet erblickten 1.022 Kinder das Licht der Welt. In 65 Prozent der Fälle waren die Eltern der Babys verheiratet.
Mit 889 Männern und Frauen sind Türken die größte ausländische Gemeinde in Stade, gefolgt von 528 Polen. Aus manchen exotischen Ländern gibt es jeweils nur einen "einsamen" Vertreter in Stade, etwa aus Costa Rica, Singapur oder der Republik Moldau.
Manches stimmt auch nachdenklich: Im Jahr 2013 gab es 177 Schulpflichtverletzungen, die mit Bußgeldern gegen die Schulschwänzer bzw. ihre Erziehungsberechtigten geahndet wurden. Oder: Themenschwerpunkt der Gleichstellungsabteilung war "Gewalt gegen Frauen". Die Stadt brachte 56 obdachlose Personen unter sechs von ihnen stammen aus der Altersgruppe 0 bis 17 Jahre. Unter anderem bekam eine neunköpfige Familie eine Notunterkunft.

Redakteur:

Thorsten Penz aus Stade

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