Ehemaliges "ObstArt Hotel" ist nun neues Zuhause für Suchtkranke

Wohnt jetzt im "Haus Hollern": Bernd Erben (li.) mit Christiane Caras und Thomas Ahlrichs vom Verein für Sozialmedizin
2Bilder
  • Wohnt jetzt im "Haus Hollern": Bernd Erben (li.) mit Christiane Caras und Thomas Ahlrichs vom Verein für Sozialmedizin
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Hollern. Zwar ist das Alte Land nun um eine Unterkunft für Touristen ärmer, dafür haben elf Suchtkranke in dem ehemaligen "ObstArt Hotel" in Hollern-Twielenfleth nun ein neues Zuhause gefunden. Wie berichtet, hat der Verein für Sozialmedizin mit Sitz in Stade das Gebäude von Sigrid Koops gekauft. Seit Januar wird das "Haus Hollern" als neue Nebenstelle des Haupthauses "Bassenfleth" genutzt, in dem 30 Suchtkranke leben und arbeiten.
"Die meisten Menschen, die in unseren Langzeiteinrichtungen leben, sind trockene Alkoholiker und leiden an den Folgen ihrer langjährigen Sucht", sagt Thomas Ahlrichs, Geschäftsführer des Vereins für Sozialmedizin. Ziel sei es, die Betroffenen langsam wieder in die Gesellschaft zu integrieren und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes neues Leben zu begleiten.
Ahlrichs ist froh, dass der Verein mit Hilfe der "Aktion Mensch" eine neue Nebenstelle einrichten konnte, die kaum umgebaut werden musste. Lediglich die Küche wurde etwas verändert, außerdem wurde ein Fahrstuhl eingebaut.
Zwei Bungalows neben dem Haus Bassenfleth sowie eine weitere Immobilie in Hollern, die der Verein angemietet und zuvor als Nebenstelle genutzt hatte, seien als Unterkunft nicht mehr zeitgemäß gewesen, so Ahlrichs.
Im "Haus Hollern" leben nun Suchtkranke, die schon länger abstinent sind und sich etwas mehr Selbstständigkeit zutrauen. So wie Bernd Erben (55). Der gelernte Altenpfleger aus Berlin lebt seit rund zweieinhalb Jahren in der Langzeiteinrichtung, ein Dreivierteljahr verbrachte er im Haupthaus, dann zog er um in eine Nebenstelle. Dort ist nicht rund um die Uhr ein Ansprechpartner vor Ort, es gibt keine Nachtwache und die Bewohner organisieren Behördengänge und Arztbesuche selber. Nach dem Frühstück gehen sie in das Haupthaus, um in einer der dort untergebrachten Werkstätten zu arbeiten.
"Ich bin froh, dass es die Einrichtung gibt und bereue nicht einen Tag, den ich hier verbracht habe", sagt Erben. Wie die meisten anderen Bewohner hatte er bereits mehrere Entgiftungen im Krankenhaus hinter sich, bevor er es mit Hilfe des Vereins schaffte, nicht wieder mit dem Trinken anzufangen.
Erben ist sich bewusst, dass er noch etwas Zeit braucht, bis er sich vorstellen kann, wieder allein zu leben. Bis dahin versucht er, anderen Alkoholkranken Mut zu machen. Er leitet eine offene Selbsthilfegruppe, die sich jeden Mittwoch um 19.30 Uhr im "Haus Bassenfleth", Bassenfleth 18, trifft.

Der Verein für Sozialmedizin betreibt neben den Langzeiteinrichtungen für Suchtkranke u.a. auch betreute Wohngemeinschaften, eine ambulante Rhea, eine Beratungsstelle sowie das alkoholfreie Cafe Contact in Stade, Steile Straße 19, und mehrere Selbsthilfegruppen.
suchtkrankenhilfe-stade.de

Wohnt jetzt im "Haus Hollern": Bernd Erben (li.) mit Christiane Caras und Thomas Ahlrichs vom Verein für Sozialmedizin
Fühlt sich wohl im "Haus Hollern": Bernd Erben (Mitte) mit Christiane Caras und Thomas Ahlrichs vom Verein für Sozialmedizin
Service

Zahl der akut Infizierten fällt unter 100er-Marke
Corona im Landkreis Stade: Zehn Fälle pro Tag bedeuten eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Stade pendelt sich auf relativ niedrigem Niveau ein: Einige Tage lag der Inzidenzwert, bezogen auf die neuen Fälle innerhalb der vergangen sieben Tage (umgerechnet auf 100.000 Einwohner), über dem "Richtwert" von 35, jetzt ist er wieder unter diese Marke gefallen. Aktuell beträgt die Sieben-Tage-Inzidenz 24,9 (Stand 24.2.). Allerdings sind diese Schwankungen beim Inzidenzwert nicht ungewöhnlich. Bereits 20 zusätzliche Fälle in der Woche...

Panorama

Landkreis Harburg: Corona-Zahlen für den 26. Februar
211 aktive Fälle - so viel, wie seit einem Monat nicht mehr

lm. Landkreis Harburg. 211 aktive Fälle im Landkreis Harburg - so viele Corona-Fälle wie am heutigen Freitag, 26. Februar, wurden zuletzt vor gut einem Monat registriert. Am 28. Januar waren es 228. Auch die Inzidenz ist wieder leicht geklettert - von 62,1 am gestrigen Donnerstag auf heute 63,7. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Harburg insgesamt 4.325 Corona-Infektionen gemeldet. 83 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind verstorben. 4.031 Personen habe ihre...

Panorama
Weit und breit nur Schafe: Werden die Elbdeiche zu Ostern wieder menschenleer sein?

Kreisverwaltung in Stade berät über Beschränkungen
Wird der Landkreis Stade Oster-Ausflüge an die Elbe auch in diesem Jahr verbieten?

jd. Stade. Diese Maßnahme sorgte im vergangenen Jahr für reichlich Unmut: Der Landkreis hatte zu Ostern und zur Kirschblüte ein Betretungsverbot für die Elbdeiche, das Deichvorgelände und Ausflugsziele entlang der Elbe wie beispielsweise den Lüheanleger verhängt. Ausnahmen gab es nur für die Anwohner. Damals hat wohl niemand damit gerechnet, dass es in diesem Jahr wohl wieder Corona-Beschränkungen von den Osterfeiertagen bis zum Ende der Obstblüte Anfang Mai geben wird. Unmut wegen Äußerung des...

Wirtschaft
Pascal Pinno zeigt auf die Fläche, die er sich reservieren wollte (gegenüber dem Bauschild). Doch weder den gewünschten Platz noch die gewünschte Größe soll er bekommen

Drestedter Unternehmer unzufrieden
Die Krux bei Gewerbeansiedlungen

bim. Drestedt. Pascal Pinno ist enttäuscht: Der Drestedter wollte als ortsansässiger Unternehmer im frisch ausgewiesenen Gewerbegebiet an der Trelder Straße in Drestedt seinen Eventservice ansiedeln. Doch statt der gewünschten 2.000 Quadratmeter will man ihm nur 1.600 Quadratmeter und die nicht an der von ihm favorisierten Stelle geben. Vermarktet wird die Fläche von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Landkreis Harburg (WLH), die Gemeinde Drestedt hat ein Mitspracherecht. Beide hatten...

Panorama
Seit 15 Jahren liegt Benni im
Wachkoma Foto: Friedrich

Viele Spenden für Wachkoma-Patient
Winsen: Hilfe für Benni - Großer Dank an die Leser

thl. Winsen. "Ich möchte den WOCHENBLATT-Lesern ein großes Dankeschön sagen. Sie haben dafür gesorgt, dass für meinen Benni das Leben wieder etwas lebenswerter ist", sagt Cornelia Friedrich glücklich. "Benni Friedrich aus Winsen liegt seit 15 Jahren im Wachkoma" titelte das WOCHENBLATT im Dezember vergangenen Jahres und berichtete über das Schicksal des heute 37-Jährigen, der nach einem Brand in seiner Wohnung eine schwere Rauchgasvergiftung hatte und nicht mehr aus dem künstlichen Koma...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen