Stader Pilgerin berichtet
Es findet sich immer ein Weg

Ihren Hut mit den zahlreichen Pins, Buttons und Aufnähern hat Sigrid Strüber auf ihren Pilgertouren immer dabei
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jab. Stade. Die Staderin Sigrid Strüber (64) hat ihr Leben dem Pilgern und der Pilgerbegleitung gewidmet Immer mehr Menschen suchen ihr Glück, Ruhe oder gar sich selbst beim Pilgern. Eine von ihnen, die schon seit Jahren dabei ist, ist Sigrid Strüber (64) aus Stade. Dabei geht sie aber nicht nur regelmäßig auf Tour. Sie begleitet und informiert zudem Neupilger, z.B. bei Veranstaltungen und Vorträgen, sowie Ortsfremde.

Die Liebe zum Wandern wurde Strüber schon in die Wiege gelegt. Mit ihrem Vater, einem passionierten Wanderer, ging es jeden Sonntag hinaus in die Natur. Zum Pilgern kam sie aber erst später.

"Ein Freund aus Stade pilgerte mit seiner Frau und den zwei Kindern den Jakobsweg. Als er zurückkam, war er total verändert, seine Augen strahlten so. Das wollte ich auch", sagt Strüber. Mit einer Freundin machte sie sich aber erst Jahre später auf den Weg nach Santiago de Compostela. Ab diesem Moment ließ sie das Pilgern endgültig nicht mehr los. Ihre Urlaube opferte sie häufig, um auf Tour zu gehen. Auf Dauer reichte ihr das jedoch nicht mehr. Die Großbetriebsprüferin beim Finanzamt ging schließlich vor drei Jahren vorzeitig in Pension und widmet sich seitdem ganz ihrer Leidenschaft. Derzeit absolviert sie sogar die elfmonatige Ausbildung zur Pilgerbegleiterin. Sie ging auch schon den Pilgerweg nach Rom. Ihr nächstes großes Ziel ist Jerusalem. Allerdings geht sie diesen Weg nicht in einem Rutsch, sondern Stück für Stück.

Auf ihren Touren hatte Sigrid Strüber bisher nur einmal wirklich Angst. "Mir wurden schreckliche Schauergeschichten von Albanien erzählt", so Strüber. Diese hätten sich aber überhaupt nicht bewahrheitet. "Alle waren furchtbar nett, hilfsbereit und vor allem gastfreundlich." Die Pilgerin gibt zu, dass sie insgesamt mit der Zeit entspannter geworden ist. Neupilger seien sehr streng mit sich und weichen nie vom Weg ab. Sie selbst ist da schon gelassener und geht auch mal abseits der vorgegebenen Routen.

"Ich bin offener gegenüber Menschen geworden und nutze jede Chance, die sich mir bietet, z.B. um mit ihnen in Kontakt zu kommen und neue Erfahrungen zu sammeln", meint die Pilgerin. Sie sei demütig und dankbar für alles. "Ich bin mit mir und der Welt im Reinen", so Strüber. Negatives bestimme nicht ihr Leben. "Es findet sich immer eine Lösung - und beim Pilgern immer ein Weg."

Mehr Informationen zu Sigrid Strüber und zum Pilgern gibt es auf www.sigrid-strueber.de.

Ihren Hut mit den zahlreichen Pins, Buttons und Aufnähern hat Sigrid Strüber auf ihren Pilgertouren immer dabei
Auf ihren Wegen muss die Pilgerin immer wieder neue Hürden meistern

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