Voneinander lernen

Der Vorstand der Klimawerkstatt (v.li.): Matthias Geier, Frank Bünte, Anna-Katharina Poppe-
und Ulrich Sievert
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  • Der Vorstand der Klimawerkstatt (v.li.): Matthias Geier, Frank Bünte, Anna-Katharina Poppe-
    und Ulrich Sievert
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Der Verein Klimawerkstatt ruft mit cleveren Ideen und Projekten zum Energiesparen auf

sb. Stade. Wertvolles Wissen rund um Möglichkeiten des Energiesparens teilen, sich gegenseitig unterstützen und regionale Klimaschutzprojekte durchführen: Unter diesen Prämissen wurde im November 2015 die Klimawerkstatt im Landkreis Stade gegründet. Der Verein ist die erste Klimaschutz-Organisation in Norddeutschland, die aus unternehmerischer Initiative gegründet wurde. Inzwischen ist der Verein von acht Gründungsmitgliedern auf stolze 25 angewachsen. Mit von der Partie sind u.a. die Stadtwerke Stade und Buxtehude, mehrere Banken und Handwerksunternehmen sowie Gemeinden und Samtgemeinden. Schirmherr ist Landrat Michael Roesberg. 

"Die Aktivitäten des Vereins sind sehr vielfältig", sagt Nicole Steffen, Geschäftsführerin der Klimawerkstatt im Landkreis Stade. "Zum einen fördern wir Maßnahmen, die Investitionen in erneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien anstoßen, damit jeder einen Beitrag zur Energiewende leisten kann." Zum anderen werde Wissen an die Öffentlichkeit und Betriebe weitergegeben - vom Workshop bis zum Schultheater. 

Das erste große Projekt der Klimawerkstatt im Landkreis Stade war und ist der kostenlose Gebäude-Check. Dabei wird bei einem rund zweistündigen Ortstermin Haus oder Wohnung von einem Energieberater unter die Lupe genommen - von der Wärmedämmung über den Geschirrspüler bis zur Heizungsanlage. Zusätzlich werden Möglichkeiten zum Einsatz erneuerbarer Energien identifiziert. Weiteres Projekt ist die Kampagne "Clever heizen!", bei der ein Profi überprüft, ob die Heizung optimal eingestellt ist, welche Anlagen oder Anlagenteile erneuert werden sollten und wie man dabei am besten vorgeht.

Durchgeführt werden der Gebäude-Check und "Clever heizen!" von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Sie ist - wie die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) - Kooperationspartner der Klimawerkstatt. Ziel des Projekts ist, Besitzer älterer Immobilien individuell über mögliche Energiesparmaßnahmen aufzuklären und im zweiten Schritt die Sanierungsrate zu erhöhen.

Ein weiteres sehr erfolgreiches Projekt der Klimawerkstatt sind die Energie-Scouts. Die Kampagne fand 2017 und 2018 statt und soll in 2020 wiederholt werden. Dabei haben Auszubildende die Möglichkeit, sich im Rahmen mehrerer Workshops zu so genannten Energie-Scouts ausbilden zu lassen. Mit dem so erworbenen Fachwissen prüfen die jungen Leute dann in ihrem Ausbildungsbetrieb, wo und wie man dort Energie sparen kann. Für die besten Ideen gibt es am Ende des Jahres einen Preis. "Wer im kommenden Jahr Energie-Scout werden möchte, kann sich bei uns melden", sagt Nicole Steffen. Kontakt: http://www.klimawerkstatt-stade.de. Ganz aktuell führte die Klimawerkstatt Ende September in Stade den ersten Verkehrswendetag durch. Dabei wurden auf dem Platz "Am Sande" verschiedene Möglichkeiten der Mobilität vom E-Auto über Carsharing bis zum Lastenfahrrad vorgestellt, dazu gab es spannende Fachvorträge. "Der Verkehrswendetag wurde sehr gut angenommen", freut sich Nicole Steffen. 

Finanziert werden die Projekte durch Mitgliedsbeiträge, die nach Betriebsgröße gestaffelt sind. Fördermitglieder zahlen keinen Beitrag, unterstützen die Klimawerkstatt im Landkreis Stade jedoch, indem sie z. B. für Veranstaltungen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Für Interessierte besteht zudem die Möglichkeit einer kostenlosen einjährigen Schnuppermitgliedschaft. 

Von Kindesbeinen an

 Schon Kinder sollten lernen, achtsam mit Energie umzugehen. Aus diesem Grund führte die Klimawerkstatt in diesem Jahr zum ersten Mal das Projekt "Lernerlebnis Energie sparen" durch. Beim Besuch eines interaktiven und multimedialen Lerntheaters erfuhren die jungen Teilnehmer u.a., was Energie überhaupt ist, wo sie herkommt, wer sie verbraucht und wie sie sich einsparen lässt.

"Insgesamt besuchte das Lerntheater 17 Schulen, davon zehn Grundschulen im Landkreis", erzählt Nicole Steffen. "Die Resonanz war großartig und falls wir das Projekt wiederholen, gibt es schon eine Warteliste."

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