"Elblinien" wollen am 5. August starten: Katamaran verbindet Stade mit Hamburg
Fähre nimmt Fahrt auf

Die "Liinsand" soll ab dem 5. August den regulären Fährbetrieb aufnehmen  Foto: Elblinien
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jd. Stade. Mit dem Schiff von Stade nach Hamburg: Zwischen den beiden Hansestädten soll ab Montag, 5. August, wieder eine regelmäßige Fährverbindung eingerichtet werden. Das WOCHENBLATT hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, dass voraussichtlich ab Anfang Juli der Katamaran "Liinsand" zwischen Stadersand und der Elbmetropole pendeln wird. Der Starttermin hat sich nun um einen Monat nach hinten verschoben. Aber bereits in der zweiten Julihälfte soll das 16 Knoten (ca. 30 km/h) schnelle Schiff, das 50 Passagiere an Bord nehmen kann, den Probebetrieb mit Fahrgästen aufnehmen. Vorher kann die "Liinsand" bei der "Langen Nacht" in Stade am Freitag, 19. Juli, im Rahmen eines "Open Ship" im Stadthafen besichtigt werden.

Betrieben wird die Personenfähre, die außerdem Platz für 15 Fahrräder bietet, von der Watten Fährlinien GmbH mit Sitz in Husum. Wie berichtet, war das 2017 auf einer türkischen Werft gebaute Schiff rund zwei Jahre zwischen den nordfriesischen Inseln unterwegs. Der knapp 19 Meter lange Katamaran sollte als "Wattentaxi" den zusätzlichen Bedarf außerhalb der regulären Fahrpläne der großen Fährlinien bedienen. Da das Konzept an der Nordsee offenbar nicht ganz aufging, erhofft sich die Reederei von der Elbe ein wirtschaftlich weniger stürmisches Fahrwasser.

"Elblinien" sind Betreiber
Fahren wird die "Liinsand" unter dem Label "Elblinien". Damit greifen die Eigner den Namen eines Fährprojekts von 2014 auf, bei dem Jork-Wisch mit Wedel in Schleswig-Holstein per Autofähre verbunden werden sollte. Das Vorhaben konnte damals nicht umgesetzt werden. Nun wagen dieselben Akteure unter dem alten Namen einen neuen Versuch - diesmal mit der Personenfähre ab Stadersand. Die "Liinsand" soll in diesen Tagen an die Elbe überführt werden. Als künftiger Liegeplatz ist nach WOCHENBLATT-Informationen die Schwingemündung im Gespräch. Die Homepage "elblinien.de" ist bereits eingerichtet. Konkrete Informationen werden in den kommenden Tagen folgen. Nach Angaben der Stadt Stade wird es täglich drei Abfahrten ab Stadersand geben. Die "Liinsand" soll um 9, 13 und 17 Uhr ablegen und um 12.20, 16.20 und 20.20 Uhr wieder in Stadersand ankommen. Ein Zwischenstopp auf dem rund anderthalbstündigen Törn nach Hamburg wird auf der anderen Elbseite am Willkomm-Höft in Wedel eingelegt.

Fahrtziel Fischmarkt
Als Anlegeplatz in Hamburg ist der Fischmarkt in Altona vorgesehen. Eine Genehmigung für die Landungsbrücken soll nicht zu bekommen sein, weil dort die Hadag-Hafenfähren Vorrang haben. Auch ein Halt am Lüheanleger ist (vorerst) nicht möglich. Die Lühe-Schulau-Fähre, für deren Defizit auch die Stadt Stade als Gesellschafter aufkommen muss, soll laut Informationen aus dem Stader Rathaus ihr Veto eingelegt haben.

Stades Marketing- und Tourismus-Chef Dr. Andreas Schäfer freut sich über das neue touristische Angebot: "Urlauber aus Stade können künftig einen tollen Tagesausflug auf der Elbe nach Hamburg unternehmen." Und Hamburg-Reisenden biete sich mit dem Elbtörn an die Schwinge eine weitere touristische Attraktion. Denkbar ist für Schäfer auch, dass die "Liinsand" bei größeren Veranstaltungen in Stade Sonderfahrten für Besucher aus Hamburg anbietet.

Die Stader Tourismusgesellschaft will auch bei der Vermarktung aktiv werden und Fährtickets verkaufen. Konkrete Fahrpreise sind aber noch nicht bekannt. Außerdem soll die Nutzung des Anlegers zunächst kostenlos sein. Ein weitere finanzielle Unterstützung, etwa in Form eines Betriebskostenzuschusses, wird es laut Schäfer aber nicht geben.

Busse fahren bis Stadersand
Auch die KVG hat man mit ins Boot geholt: Zwischen dem Bahnhof und Stadersand wird die Buslinie 2006 als Zubringer zur Fähre eingerichtet. Die Busse fahren um 8.31, 12.31 und 16.31 Uhr am Bahnhof ab und halten auf dem Hinweg auf dem Pferdemarkt. Um 12.20, 16.20 und 20.20 Uhr geht es von Stadersand wieder retour, mit einem Zwischenhalt am Schwedenspeicher.

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