"Die Gemeinde wird vergiftet"

BIGS-Fraktionschef Dieter Lemmermann
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thl. Stelle. "Alle reden von der Ansiedlung der Deutschen Derustit im Gewerbegebiet Fachenfelde, aber niemand sagt den Steller Bürgern, warum wir von der BIGS als auch die Grünen und die SPD gegen dieses Vorhaben sind", sagt Dieter Lemmermann, Fraktionsvorsitzender der BIGS im Steller Gemeinderat.
"Im Frühjahr 2015 wurden wir durch die Verwaltung informiert, dass sich die Derustit im Gewerbegebiet ansiedeln möchte. Wir wurden gebeten wegen einer minimalen Baugrenzenüberschreitung eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Es wurde super dargestellt, dass dieses Unternehmen eine saubere Fertigung errichten will", so Lemmermann. "Wie sich dann aber herausstellte, soll in dieser Anlage mit sehr giftigen Stoffen gearbeitet werden. Eines dieser Stoff ist die sogenannte Flusssäure, diese wird bei der Galvanisierung benötigt und wird über einen Kamin sprich Schornstein an die Umwelt abgegeben."
Dabei habe sich herausgestellt, dass sogar die Umweltbehörde diese Schadstoffe als nicht verträglich für die dort befindlichen alten Eichen ansehe und einen Schornstein von 35 Metern Höhe vorschrieb. Im Bebauungsplan sei aber eine maximale Höhe von 15 Metern vorgesehen. "Bei dieser erneuten Überprüfung des Vorganges, traten erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der ersten Aussage, bezüglich der Umweltverschmutzung auf. Der VA lehnte daraufhin, mit Stimmenmehrheit, den erneuten Bauantrag ab", erklärt Lemmermann. "Es stellt sich also hier die Frage, sind die Bäume der unmittelbaren Umgebung wertvoller als die Gesundheit der Steller Einwohner? Wollen wir, dass die hochgefährliche Flusssäure tröpfchenweise über die Gemeinde verteilt wird? Oder haben wir nicht die Pflicht die Bevölkerung hiervor zu schützen? Wir sehen unsere Aufgabe im Letzteren und werden nicht für ein paar Cent Gewerbesteuer unsere Ansicht ändern." Deswegen werde man alle möglichen Klagewege beschreiten, um eine Ansiedlung zu verhindern.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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