Neue Ära am Amtsgericht Tostedt - Dr. Astrid Hillebrenner ist die erste weibliche Direktorin und Nachfolgerin von Joachim Pittelkow

Amtsgerichts-Geschäftsführer Bernd Rohde (re.) mit dem scheidenden Amtsgerichtsdirektor Joachim Pittelkow und seiner Nachfolgerin Dr. Astrid Hillebrenner
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Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

Panorama
Fan und Musiker-Legende backstage: Kai Holm (li.) traf Meat Loaf im Jahr 2003

Tod einer Rocklegende
Stader erinnert sich an seine persönliche Begegnung mit Meat Loaf

jd. Stade. jd. Stade. Eine Rocklegende ist tot: In der vergangenen Woche starb der US-amerikanische Musiker Meat Loaf (deutsch: "Hackbraten") im Alter von 74 Jahren. Er wird von Rockfans auf der ganzen Welt betrauert - auch in Stade. Dort trauert ein ganz besonderer "Edelfan" um ihn: Kai Holm. Der Stader, den viele Leser aus der WOCHENBLATT-Berichterstattung als SPD-Fraktionschef im Stader Rat und als Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe Kliniken kennen, ist aus tiefstem Herzen ein...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

+++ HINWEIS: Die Abstimmung ist seit Sonntag, 18 Uhr, beendet. +++ Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet,...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

24.1.2022 - Inzidenz lag zeitweise über 600
Landkreis Stade: Wieder deutlich mehr Corona-Patienten in den Elbe Kliniken

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist zu Wochenbeginn wieder in den 500er-Bereich gerutscht. Zuvor war sie am Wochenende erstmals über die Marke von 600 geklettert. Mit 514 weist der der Landkreis Stade am Montag, 24. Januar, den niedrigste Inzidenzwert aller Landkreise in der Region auf. Allerdings ist der verhältnismäßig geringe Wert mit Vorsicht zu betrachten. Aufgrund des sogenannten Meldeverzugs – Fallzahlen gehen dann erst mit einem zeitlichen Verzug von zwei, drei...

Panorama
Ein Weltstar zum Anfassen: Schauspieler und Schriftsteller Hardy Krüger mit Ehefrau Anita (re.) bei Krügers Lesung 2010 in Salzhausen

Zum Tode von Weltstar Hardy Krüger
WOCHENBLATT-Redakteur erinnert sich an unvergessliches Treffen mit Hardy Krüger

ce. Salzhausen. "Glückspilz" könnte auf seinem Grabstein stehen, hat Kino-Ikone ("Hatari!", "Einer kam durch", "Der Flug des Phoenix") und Schriftsteller Hardy Krüger, der unter anderem als Jugendlicher den Zweiten Weltkrieg überlebte, einmal einem Journalisten anvertraut. Jetzt starb Krüger mit 93 Jahren in seiner Wahlheimat Kalifornien, wo er mit Ehefrau Anita lebte. Als "Glückspilz" sah sich auch WOCHENBLATT-Redakteur Christoph Ehlermann, der Hardy Krüger interviewen durfte, als dieser 2010...

Service
Steuerexperten können helfen, Geld zu sparen

Zahlreiche steuerliche Änderungen
Das sollte man wissen - Steuern: Das ändert sich 2022

Länger Corona-Bonus, weiterhin Homeoffice-Pauschale, mehr betriebliche Altersvorsorge, höhere Grenze für steuerfreie Sachbezüge: Für das Jahr 2022 stehen etliche steuerliche Änderungen an. Die Experten der Lohnsteuerhilfe zeigen, wo Arbeitnehmer sowie Rentner künftig besser Steuern sparen können. 1. Alleinerziehende Mütter und Väter Der höhere Entlastungsbetrag gilt unbefristet Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer entlastet: mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
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Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

bim. Tostedt. Sie sprach als Richterin die Urteile in den beiden für Tostedt in den vergangenen Jahren entscheidendsten Strafprozessen - im Januar 2010 gegen einen Arzt wegen zweifachen sexuellen Missbrauchs von Patientinnen und im Februar 2011 gegen den Neonazi Stefan Silar wegen schweren Landfriedensbruchs zu eineinhalb Jahren Haft. Dieses Urteil wurde später zwar vom Oberlandesgericht Celle kassiert, war aber ein Paukenschlag für die norddeutsche Neonazi-Szene. Jetzt kehrt Dr. Astrid Hillebrenner (38) ans Amtsgericht Tostedt zurück - als erste weibliche Direktorin und Nachfolgerin von Joachim Pittelkow (66).
In mehreren Grußworten, u.a. von Landrat Rainer Rempe, vom leitenden Staatsanwalt Hartmut Nitz und Christian Denkeler, Vorsitzender des Anwaltsvereins Stade, wurden die Leistungen von Joachim Pittelkow gewürdigt, der 37 Jahre lang als Richter am Amtsgericht Tostedt tätig war, davon 14 Jahre als Direktor.
Auch für ihn war der Umgang mit der örtlichen Neonazi-Szene eine Herausforderung. „Es war schwer zu ertragen, dass der Ort wegen 20, 30 Rechtsradikalen, die hier ihr Unwesen trieben, einen so schlechten Ruf hatte, und dass junge Leute in den rechten Sumpf gezogen wurden“, so Pittelkow, für den es daher selbstverständlich war, im 2011 gegründeten Präventionsrat der Samtgemeinde mitzuarbeiten.
Neben der „Körperertüchtigung“, die in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sei, will er in seinem Ruhestand ehrenamtlich aktiv sein, u.a. in der Töster Bürgerstiftung.
Dr. Astrid Hillebrenner erhielt in den vergangenen vier Jahren am niedersächsischen Justizministerium spannende Einblicke in die Landespolitik. Dennoch war es ihr ein Herzensanliegen, an ihre alte Wirkungsstätte zurückzukehren. „Ich habe hier eine wunderbare Zeit gehabt und schätze die große Kollegialität“, sagt sie über die rund 90 Mitarbeiter.
Und obwohl das Amtgericht Tostedt einen großen Zuständigkeitsbereich bis Winsen, Buxtehude, Harburg und Rotenburg hat und für Registersachen sämtlicher Amtsgerichte aus dem Landgerichtsbezirk Stade zuständig ist, findet Dr.
Astrid Hillebrenner, dass es genau die richtige Größe habe. „Ich übernehme ein sehr gut aufgestelltes Gericht mit vielen motivierten Mitarbeitern. Und ich bin gerne hier, weil die Bearbeitung von Familien-, Zivile- und Strafrechtsverfahren abwechslungsreich ist und ich mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun habe“, so Astrid Hillebrenner.
Eine langfristige Herausforderung sieht sie in der Umstellung auf den elektronischen Rechtsverkehr. Dann sollen Schriftstücke nicht mehr nur per Post oder Fax, sondern auch per E-Mail eingereicht werden können. „Auf lange Sicht soll es keine Papier-Akten mehr geben. Das ist eine große Herausforderung, denn Mitarbeiter müssen geschult und jeder Arbeitsplatz umgestellt werden“, erläutert sie.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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