Deutsch-Polnische Partnerschaft
Scheitert Partnerschaft an Homophobie?

Die deutsche, europäische und polnische Flagge im Kleinformat zierten beim Partnerschaftsjubiläum die Tische
  • Die deutsche, europäische und polnische Flagge im Kleinformat zierten beim Partnerschaftsjubiläum die Tische
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Verunsicherung bei der Tostedter Politik und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) in Tostedt: Seit fast 28 Jahren pflegt die Gemeinde Tostedt eine Partnerschaft zur polnischen Stadt Lubaczow. Bei den Treffen und beim Jubiläum im Jahr 2017 wurde immer wieder auf die erfolgreiche Deutsch-Polnische Völkerverständigung und das Zusammenwachsen Europas verwiesen. Wie jetzt bekannt wurde, hat sich der Landkreis Lubaczow - wie rund 100 Lokalregierungen in Polen - zur LGBT-freien Zone - zu einer Homo- und Bisexuellen- sowie Transgender-freien Zone - erklärt.
LGBT-freie Zonen gelten als juristisch nicht durchsetzbar. Aktivisten sehen das Ausrufen derselben aber als Versuch, die LGBT-Gemeinschaft zu stigmatisieren und auszugrenzen - offenbar gestützt von der katholischen Kirche in Polen und propagiert von der nationalkonservativen PiS-Partei.
"Es stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen", sagte Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam in der jüngsten Ratssitzung. Man müsse ein Schriftstück aufsetzen und die Partnerkommune um eine Stellungnahme bitten.
DPG-Vorsitzender Klaus-Dieter Feindt: "Wir haben zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine solche Resolution verfasst wurde." Er wolle zunächst erfahren, wie es dazu gekommen sei, und dann angemessen darauf reagieren. Feindt plädierte dafür, "den Ball erstmal flach" zu halten, bis Näheres bekannt sei. Das sah auch Bürgermeister Gerhard Netzel so: "In größeren Städten ist die 'Denke' oft anders als auf dem Lande." In der Stadt Lubaczow hätten die Repräsentanten weltoffenere Ansichten.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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