17 Gesellenbriefe erarbeitet
Fast alle Tischler bleiben dem Handwerk vorerst erhalten

Die freigesprochenen Tischlergesellen und -gesellinnen freuen sich mit dem Prüfungsausschuss über die erfolgreichen Prüfungen  | Foto: ks
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  • Die freigesprochenen Tischlergesellen und -gesellinnen freuen sich mit dem Prüfungsausschuss über die erfolgreichen Prüfungen
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Die gute Laune war im Todtglüsinger Gasthaus Wiechern greifbar, der Grund: 17 junge Tischlerinnen und Tischler erhielten nach drei Jahren Ausbildung und erfolgreicher Prüfung während der Freisprechungsfeier die heiß begehrten Gesellenbriefe. Alle zur Prüfung angetretenen durften jetzt auch feiern.

„Letztlich haben alle ihre Sache gut gemacht“, freute sich Lehrlingswart Jacob Schmidt. Dem widersprach Berufsschullehrer John Dörge nicht. Er hatte eine kleine Umfrage in der Klasse gestartet und das Ergebnis dürfte das Handwerk allgemein freuen: Nur ein junger Geselle geht direkt ins Studium. „Einige wechseln den Betrieb“, so der Lehrer. Lediglich einen jungen Gesellen zieht es gleich ins Studium.

Unter den Berufsanfängern sind auch fünf Tischlerinnen. Michelle Crepon tat sich mit der besten Prüfung in der Innunghervor, mit einer Eins in der Praxis und einer Zwei in der Theorie.

Die Gesellenstücke wetteiferten im Wettbewerb „Die gute Form“. Hier sicherten sich ebenfalls drei Frauen die ersten Plätze. Viele Blicke zog der Weinschrank in Raueiche von Marina Werner auf sich, denn er war in der Form eines Sarges gehalten. „Mir gefällt die Form einfach“, sagte die Erstellerin. 100 Stunden Arbeit und eine genauso lange Planungszeit steckten in so einem Stück. Sie teilte sich den ersten Platz mit Lena van Radeck, die einen Esstisch in Raucheiche gebaut hatte. Den zweiten Platz sicherte sich Michelle Creopn (Anrichte in Eiche).

Aber warum gerade der Beruf des Tischlers? „Ich hatte keine Lust die gesamte Zeit im Büro zu sitzen“, erinnert sich Mia Sophie Feßler an ihre Berufswahl. Sie fand über Praktika den Weg zu ihrer Ausbildung. Auch sie bleibt ersteinmal dem Handwerk treu. „Vielleicht möchte ich später noch etwas in Richtung Design machen.“

Obermeister Christian Poggensee gratulierte allen Gesellen und Gesellinnen während seiner Festrede zu ihrer Berufswahl. „Entscheidend ist, dass ihr euren Kurs findet.“ Er ermutigte auch Entscheidungen zu treffen. Sollte sich diese nicht als richtig erweisen, stellte er klar: „Nicht jeder Umweg ist ein Fehlweg.“ Die künstliche Intelligenz verändert vielfach das Berufsleben. Er sieht das Handwerk auf der sicheren Seite. „Auf Wissen und Kreativität kann nicht verzichtet werden. Zudem: „Nicht nur darüber reden, was getan werden muss, sondern dies auch zu tun“, ist der Weg, der immer gebraucht wird. Er endete traditionell: „Gott schütze das ehrbare Handwerk!“

Die jungen Tischler und Tischlerin sind: Till Bartz (Ausbildungsbetrieb: Oertzen – die Tischlerei/Winsen), Lukas Becht, Cailan Jayson Ray Thiemann (beide inab/Winsen), Knut Berg Tischlerei Helmut Meyer/Winsen), Tamy Sophie Büttner, Paul Rauch (Gerhard Abel - Bautischlerei-Innungsausbau/Seevetal), Michelle Crepon (Holzwerkstatt Olaf Schröder/Rosengarten), Felix Maximilian Eggers (Tischlerei Lars Becker/Stelle), Mia Sophie Feßler (Tischlerei Steiner/Seevetal), Marvin Grandt, (Chris Iwasieczko/Seevetal), Jannes Nähr (Messebau Sommer/Seevetal), Nico Obal (Herbert Stöver Treppenbau/Tostedt), Aaron Patzke (Lars Versemann/Otter), Lena van Radecke Claus Inselmann Bau- und Möbeltischlerei/Tostedt), Till Rehmstedt (Jürgen Stelter Tischlerei/Bispingen), Mika Malte Wedekind (Stephan Haake/Neuenkirchen), Marina Antonia Werner (Tischlerei Jacob Schmidt/Seevetal).

Die freigesprochenen Tischlergesellen und -gesellinnen freuen sich mit dem Prüfungsausschuss über die erfolgreichen Prüfungen  | Foto: ks
Marina Antonia Werner glänzte mit ihrem Gesellenstück im Wettbewerb "Die gute Form" | Foto: ks
Obermeister Christian Poggensee freute sich mit den ehemaligen Auszubildenden | Foto: ks
Mia Sophie Feßler kam über Praktika zu ihrem Traumberuf | Foto: ks
Redakteur:

Karsten Schaar aus Winsen

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