Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ist ihr Girokonto zu teuer?

(Foto: unsplash.com /michael-longmire)
In einer Zeit der niedrigen Zinsen sind Banken nicht mehr dazu in der Lage, hohe Gewinne mit dem Angebot eines Kontos zu erzielen. Ein Teil der Verluste, welche die niedrigen Leitzinsen mit sich bringen, werden in diesen Tagen auf die Kunden übertragen. Dank eines neuen Gesetzes erkennen diese nun, wann ihr Konto tatsächlich zu teuer ist.

Die jährliche Auskunft
Bereits die Diskussion über mögliche Strafzinsen, welche die Einlagen eines Bankkunden schmälern könnten, sorgte zuletzt für Aufsehen. In den meisten Instituten ist es stattdessen üblich, verschiedene kleine Gebühren von den Kunden zu verlangen, die auf den ersten Blick kaum ersichtlich sind. In der Vergangenheit war es aus diesem Grund für die Kontoinhaber kaum möglich, sich einen Überblick über alle Kosten zu verschaffen. Nach einem neuen Gesetz ändert sich nun die Transparenz, mit der diese Kosten verwaltet werden. Einmal im Jahr ist die Bank dazu verpflichtet, genau Auskunft über alle Kosten zu geben, welche im Zeitraum von zwölf Monaten anfielen. Auf der Basis dieser Angaben soll der Kunde in der Folge selbst entscheiden können, ob er der Bank weiter treu bleibt oder sich auf die Suche nach günstigeren Angeboten macht.

Die Möglichkeit der Kündigung
In der Regel wird die Kündigung des Girokontos trotz hoher Kosten nicht in Betracht gezogen. Dies liegt am vermeintlich hohen bürokratischen Aufwand, der damit in Verbindung steht. Die Praxis zeigt derweil ein ganz anderes Bild. So darf etwa die Kündigungsfrist nicht länger als einen Monat sein. Dies können Kunden nutzen, um sich von hohen Gebühren zu befreien. Mehr erfahren Sie hier auf dieser Seite. Einige Banken bemühen sich bereits seit Jahren darum, neue Kunden zu gewinnen. Um diesen eine zusätzliche Motivation für den Wechsel des Kontos zur Verfügung zu stellen, wird in der Regel ein Bonusbetrag angeboten. In dreistelliger Höhe fließt damit eine einmalige Summe auf das Konto, die ein zusätzlicher Anreiz für den Wechsel sein kann.

Guthabenzinsen sind nicht entscheidend
Die meisten Bankkunden in Deutschland konzentrieren sich nach wie vor auf die Guthabenzinsen, wenn sie auf der Suche nach einem passenden Konto sind. In Anbetracht der marginalen Unterschiede, die dort ausgemacht werden können, handelt es sich um keine rationale Entscheidung. Selbst die höchsten Zinsen versprechen derzeit bei einem Girokonto jährliche Renditen von wenigen Euro, die nicht der Rede wert sind. Bis die Zinswende endgültig vollzogen wurde, lohnt es sich selbst bei hohen Einlagen kaum, auf diesen Aspekt zu achten.

Andere Faktoren, wie etwa die mit der Führung des Kontos verbundenen Kosten, sollten derweil viel höher eingestuft werden. Sie bleiben zumeist auf der Strecke, wenn sich die Bankkunden auf die Suche nach neuen Konten begeben. Diese schließen zum Beispiel die Zinsen für die Kontoüber-ziehung mit ein, welche nach dem neuen Gesetz ebenfalls offengelegt werden müssen. Viele Bankkunden müssen schnell hohe Tilgungssätze zahlen, wenn sie sich für diese flexible Form des Kredits entscheiden. Auch eine Überweisung oder ein Dauerauftrag sind heute mit Gebühren verbunden. Wenn es gelingt, diese bei der Auswahl des Girokontos gering zu halten, kann sich das Verhältnis von Preis und Leistung damit auf lange Sicht deutlich verbessern, was wiederum ganz im Sinne des Kunden wäre.