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Keine Täterhinweise

Der Geldautomat in der Deutschen Bank in Winsen wurde am Montag gesprengt Fotos: thl (2)/ts

Ermittlungen zu den drei gesprengten Geldautomaten laufen weiter auf Hochtouren

thl. Winsen/Buchholz. Drei Taten innerhalb von knapp sechs Wochen - Kriminelle, die sich auf das Sprengen von Geldautomaten spezialisiert haben, haben sich offenbar gerade den Landkreis Harburg als Ziel ihrer Taten ausgesucht. Der Schaden, der dabei angerichtet wurde, ist immens und beträgt mehrere Hunderttausend Euro.
Rückblick: Am frühen Morgen des 2. Mai werden Anwohner der Brahmsallee in Winsen durch einen lauten Knall geweckt, weil die Täter den Geldautomaten in der Postbankfiliale gesprengt haben. Nur neun Tage später wird der Geldautomat in der Commerzbank an der Breiten Straße in Buchholz in die Luft gejagt. Durch die Druckwelle werden zahlreiche Scheiben des Gebäudes zerstört. In der Nacht zu vergangenem Montag schlagen die Panzerknacker in der Deutschen Bank in der Marktstraße in Winsen zu.
Die Ermittlungen, die vom Zentralen Kriminaldienst in Buchholz geführt werden, laufen auf Hochtouren. Das Problem: Die Beamten wissen so gut wie nichts über die Täter. "Derzeit gibt es in allen drei Fällen keine konkreten Täterhinweise", bestätigt Polizeisprecher Jan Krüger auf Nachfrage. Es sei noch nicht einmal sicher, ob die drei Taten von denselben Gangstern verübt wurden. Das werde laut Krüger derzeit geprüft. Man müsse aber in Teilen das Ergebnis der Spurenuntersuchungen abwarten, heißt es.
Klar scheint allerdings zu sein, wie die Panzerknacker die Geldautomaten sprengen. "Zunächst wird der Geldausgabeschacht manipuliert und dort ein Schlauch eingeführt, durch den ein Gas-Luftgemisch strömt. Dieses wird dann innerhalb des Automaten zur Explosion gebracht", erzählt ein Fahnder. Anschließend begeben sich die Täter in das Gebäude, raffen das Geld zusammen oder nehmen, sofern sie daran kommen, die Geldkassette mit und flüchten mit einem bereit stehenden Fluchtwagen.
Ähnlich gehen übrigens auch die Täter vor, die sich auf das Sprengungen von Fahrkartenautomaten an Bahnhöfen spezialisiert haben. Dass es sich dabei aber auch um dieselben Täter handelt, die die Geldautomaten angehen, davon geht die Polizei laut Sprecher Jan Krüger derzeit nicht aus.