"Die Bürger mitnehmen" - Tina Hirt ist neue Bauleitplanerin der Gemeinde Stelle und hat viele Visionen

Hat jede Menge Arbeit vor sich: Tina Hirt, die neue Bauleitplanerin der Gemeinde
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thl. Stelle. "Ich möchte in der Gemeinde etwas bewegen und die Bürger dabei mitnehmen", sagt Tina Hirt. "Deswegen werde ich demnächst ein Meinungsbild abrufen. Die Bürger sollen mir sagen: Wo läuft es gut? Wo hakt es?"
Die 39-jährige Dipl.-Geographin ist die neue Bauleitplanerin im Steller Rathaus. Sie ist Nachfolgerin von Jörg Ruschmeyer, der Ende 2016 die Verwaltung verlassen hatte und in die freie Wirtschaft gewechselt ist (das WOCHENBLATT berichtete).
Geboren in Dresden und wohnhaft in Lüneburg hat Tina Hirt schon lange berufliche Kontakte mit der Gemeinde Stelle gehabt, ehe sie sich auf den Posten bewarb. "Seit 2010 habe ich für das Planungsbüro Patt die Gemeinde bei Bauvorhaben als externe Bauleitplanerin begleitet und eng mit meinem Vorgänger zusammengearbeitet", erzählt die ledige Mutter zweier Kinder (9 und 12 Jahre alt). Zusammen entwickelte man z.B. den Bebauungsplan Oldendörpsfeld-West (Wittsche Gelände) und die P&R-Anlage in Ashausen.
2013 verlagerten sich auch die privaten Kontakte von Tina Hirt eher zufällig in die Gemeinde Stelle. "Ich war auf der Suche nach einem Gospelchor, in dem ich mitsingen konnte und stieß dabei auf 'Wings of Faith' in Ashausen", so Tina Hirt. "Dadurch habe ich hier viele Freunde gefunden." Als sie dann erfuhr, dass die Stelle der Bauleitplanung im Rathaus frei wird, bewarb sie sich. "Durch die lange Zusammenarbeit im Vorwege hatte ich natürlich gute Referenzen", schmunzelt sie. Für ihren alten Arbeitgeber war der Wechsel kein Problem. "Wir arbeiten weiterhin vertrauensvoll zusammen", sagt Tina Hirt.
Auf dem Schreibtisch der neuen Bauleitplanerin stapelt sich jede Menge Arbeit. Sei es das geplante Rewe-Hochregallager, die Ansiedlung des Aldi-Zentrallagers oder auch der Bereich Unter den Linden-West, in dem Wohnraum entwickelt werden soll. Bei vielen Vorhaben will Hirt nach weiteren Fördertöpfen Ausschau halten, um die Kosten für die Gemeinde möglichst niedrig zu halten.
Hinzu kommt eine grundsätzliche Frage: Muss der Flächennutzungsplan von 2004 überarbeitet werden? Eigentlich sollen diese Pläne alle zehn bis 15 Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden. Doch bisher war es aufgrund von Personalknappheit im Rathaus gar nicht möglich. Dennoch wird es Zeit. Grund: Die Gemeinde Stelle liegt in einer gefragten Top-Lage, sowohl für den Bereich Wohnen als auch für Gewerbeansiedlungen. "Da müssen wir uns fragen: Wo wollen wir hin? Will Stelle weiterhin das kleine beschauliche Dorf bleiben?" Auch darauf sollen die Bürger Tina Hirt eine Antwort geben. "Zusammen wollen wir den Ort lebens- und liebenswert machen - für alle Generationen", wünscht sie sich.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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