"Eine Gesellschaft, die hinguckt"

Karin Jakubowski (Diakonisches Werk, v. li.), Anette Randt
 (stellvertretende Landrätin), Uwe Lehne (Leiter der Polizeiinspektion Harburg), Andrea Schrag (Gleichstellungsbeauftragte), Dorothea Blaffert (stellvertretende Superintendentin), Dörthe Heien und Christine Arndt (beide Beratungsstelle für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen) freuen sich über die Eröffnung der Beratungsstelle
  • Karin Jakubowski (Diakonisches Werk, v. li.), Anette Randt
    (stellvertretende Landrätin), Uwe Lehne (Leiter der Polizeiinspektion Harburg), Andrea Schrag (Gleichstellungsbeauftragte), Dorothea Blaffert (stellvertretende Superintendentin), Dörthe Heien und Christine Arndt (beide Beratungsstelle für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen) freuen sich über die Eröffnung der Beratungsstelle
  • Foto: Wöhling
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

Neue Beratungsstelle für weibliche Opfer von Gewalt in Winsen feierlich eröffnet. 

mum. Winsen.
Die Beratungsstelle für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen ist am Montag, am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, in Winsen eröffnet worden. "Wir beraten Frauen und Mädchen, egal von welcher Gewalt sie betroffen sind. Die Gewalttaten müssen nicht in einer Beziehung stattgefunden haben", sagte Diplolm-Pädagogin Dörthe Heien. Sie teilt sich mit Sozialpädagogin Christine Arndt die Arbeit in der "BISS" (Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt). Christine Arndt hat zuvor in der Schwangerenberatung und der sozialen Beratung des Diakonischen Werkes gearbeitet. "Jetzt ist es möglich, Mädchen und Frauen längerfristig zu begleiten und sie zu stabilisieren."
Dr. Karin Jakubowski, Fachbereichsleiterin der Lebensberatung des Diakonischen Werkes in Winsen, begrüßte zur Eröffnung viele Gäste, darunter Uwe Lehne, Leiter der Polizeiinspektion Harburg, und Winsens Bürgermeister André Wiese.
Die Beratungsstelle ist die erste Einrichtung dieser Art in diakonischer Trägerschaft in Niedersachsen, Träger ist das Diakonische Werk der evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Hittfeld und Winsen. "Mit dem Frauenhaus, der 'BISS' und der neuen Beratungsstelle sind wir jetzt im Landkreis Harburg besser aufgestellt, um Frauen und Mädchen zu helfen. Wir danken dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Harburg für die Finanzierung dieser Beratungsstelle. Es braucht ein starkes Bündnis, es braucht Begleitung, Stärke, geschützte Räume, Menschen, Zeit und Geld. Und es braucht eine Gesellschaft, die hinguckt und nicht wegsieht", sagte Pastorin Dorothea Blaffert, die auch Vorsitzende des Vereins "Gewalt überwinden" ist.
Etwa 9.000 gewaltbetroffene Frauen haben 2018 in Niedersachsen Hilfe gesucht. Die Bekämpfung häuslicher Gewalt bleibe ein zentrales Ziel der Politik, so Andrea Schrag, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harburg. Die Dunkelziffer liege um ein Vielfaches höher. Experten schätzen, dass jede dritte Frau einmal im Leben Opfer von Gewalt wird. Die häusliche Gewalt ist weltweit die häufigste Todesursache von Frauen, quer durch alle Gesellschaftsschichten. "Gewalt an Frauen ist immer noch ein Tabuthema. Es ist ein langer Weg, bis sich Frauen Hilfe suchen. Das wollen wir im Landkreis Harburg ändern", sagt Anette Randt, stellvertretende Landrätin im Landkreis Harburg. In ganz Niedersachsen stehen 44 Beratungsstellen Frauen mit Rat und Tat zur Seite.
• Die Beratungsstelle für gewaltbetroffene Mädchen und Frauen befindet sich im Borsteler Weg 1 in Winsen. Die Telefonnummer lautet 04171-6008850 (E-Mail bmf@diakonie-hittfeld-winsen.de).

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