Neubau in den Luhegärten?

Martin Röper (li.) übergab die Anträge an André Wiese
  • Martin Röper (li.) übergab die Anträge an André Wiese
  • Foto: Stadt Winsen
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Dem Förderverein Gartenschau liegt der weitere Erhalt der Luhegärten am Herzen, weshalb der Vorsitzende Martin Röper jetzt zwei Anträgen bei der Stadt eingereicht hat. "Sie sollen in die Beratungen des städtischen Haushalts für 2016 einfließen und als Grundlage für die Befassung in den zuständigen Gremien dienen", so Röper. Es geht um einen Ersatzbau für das Café, den Gartentreff und die Sanitärräume in den Gärtnerfantasien sowie um eine hauptamtliche Kraft für die gärtnerischen Arbeiten.
"Die Räume waren als befristete Containerlösung für die Landesgartenschau errichtet worden", begründet Martin Röper. „Sie haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer deutlich überschritten und sind mittlerweile in einem derart schlechten baulichen Zustand, dass sie dringend ersetzt werden müssen.“ Um die Attraktivität des Parks zu erhalten, solle der Gebäudekomplex aber nicht ersatzlos entfallen. Der Verein schlägt eine winterfeste Holzrahmen-Konstruktion für einen funktionalen Neubau vor, in dem Toiletten, ein Hauswirtschaftsraum, der Gartentreff als Multifunktionsraum, ein Café und ein geeigneter Raum für die Überwinterung der Dahlienknollen Platz haben. Ein größeres Überdach sollte das Sitzen im Trockenen auch dann gewährleisten, wenn Café und Gartentreff geschlossen sind. Der Vereinsvorsitzende: „Für Veranstaltungen wie das Apfel-, das Tulpen-, das Lichter- und das Dahlienfest sind solche Räume unverzichtbar. Aber auch für die übrige Zeit wären sie ein Treffpunkt für die Besucher und eine Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen.“
Der zweite Antrag betrifft den Einsatz einer hauptamtlichen Kraft zur Unterstützung und Koordination der gärtnerischen Arbeiten. Diese verteilen sich gegenwärtig auf drei Säulen: ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen der Landschaftspflege, den städtischen Bauhof und die ehrenamtlichen Kräfte des Fördervereins. "Das Durchschnittsalter der Helfer ist gestiegen und es mangelt an Nachwuchs", sagt Röper.
„Als Stadt wissen wir, welcher Schatz die Luhegärten sind“, sagte Bürgermeister André Wiese (CDU), der die Anträge entgegennahm. „Gleiches gilt für das bewundernswerte ehrenamtliche Engagement des Fördervereins über all die Jahre. Wir werden die nötigen Informationen und Zahlen zusammentragen, damit der Rat über die Anträge beschließen kann.“

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