Neuer Schulstandort? - Die fünf Grundschulen in Winsen platzen aus allen Nähten

Die Alte Stadtschule ist bereits vierzügig, in einem Jahrgang sogar fünfzügig
  • Die Alte Stadtschule ist bereits vierzügig, in einem Jahrgang sogar fünfzügig
  • Foto: thl
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Die Entwicklung der Gesamtschülerzahlen ist in der Stadt Winsen nach wie vor positiv und steigt weiter. Dieser Trend, der in anderen Kommunen anderer Landkreise durchaus nicht selbstverständlich ist, hält mittlerweile gut vier Jahre an und ist unter anderem Folge der stetig ausgewiesenen Baugebiete. Dies führt aber auch dazu, dass die Schulen in ihren Aufnahmekapazitäten an ihre Grenzen stoßen, wie es nun schon zweimal in der Borsteler Schule der Fall gewesen ist.
Deshalb sieht die Stadt Handlungsbedarf. Denn auch die anderen Grundschulen platzen aus allen Nähten. Die Alte Stadtschule ist in drei Jahrgängen vierzügig. Der dritte Jahrgang ist sogar fünfzügig. Die Hanseschule hat zum jetzigen Zeitpunkt eine stabile Drei-/Vierzügigkeit. Der Grundschulbereich Roydorf weist eine stabile Zweizügigkeit auf, die sich auch in den kommenden Jahren nicht wesentlich verändern wird. Der Oberschulbereich dieser Schule ist mit Ausnahme des 10. Jahrgangs (nur zwei Klassen) durchgängig dreizügig. Die Grundschule Pattensen ist mit Ausnahme eines Jahrgangs durchgängig zweizügig.
Die Schule im Borsteler Grund – zu deren Schulbezirk die Ortsteile Laßrönne, Tönnhausen, Rottorf, Sangenstedt, Borstel und das kleine Teilstück Winsen (zwischen Kleinbahn, Schirwindter Straße, Osttangente und Lüneburger Str.) gehören – ist eine der am stärksten ausgelasteten Grundschulen. Die vergangenen zwei Einschulungsjahrgänge machten es erforderlich, dass die auf vier Züge ausgelegte Schule zur Fünfzügigkeit ausgebaut werden musste. In den kommenden zwei Einschulungsjahrgängen deutet sich zwar eine leichte Abnahme an, dieses kann sich jedoch schnell ändern, insbesondere in Hinblick auf die sich in der Entwicklung befindenden Baugebiete Rottorf und Laßrönne.
Die Stadt weist darauf hin, dass die Fünfzügigkeit eines Jahrgangs nur die Ausnahme bilden sollte. Die vermeintlich naheliegende Lösung, die Schulbezirke zu verändern ist aus Sicht der Verwaltung keine wirklich tragfähige Lösung. Ebenso ist eine bauliche Erweiterung bzw. eine Erhöhung von Kapazitäten und Zügigkeiten zumindest sowohl bei der Alten Stadtschule als auch an der Schule im Borsteler Grund nicht möglich.
"Daraus folgt, dass ein neuer Schulstandort im Norden von Winsen von Nöten ist", sagt Verwaltungsvize Christian Riech. "Dieser ist jedoch mit einem erheblichen Kostenaufwand verbunden und kurzfristig nicht umsetzbar. Hier bedarf es eines zeitlichen Vorlaufs, der aber langfristig gesehen eine verlässliche Lösung für Winsen bieten würde." Für eine Umsetzung sei es zunächst von Bedeutung, dass eine Analyse des Zahlen- und Prognosematerials, wie Daten des Einwohnermeldeamtes, der Bauaufsicht, des Kindergartenbedarfsplanes, Demografieprognosen usw., vorgenommen werde. Auch seien orientierende Gespräche mit der Landesschulbehörde aufzunehmen, um die Betrachtungsweise des Landes einschätzen zu können. Riech: "Erst danach kann eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob ein neuer Schulstandort geschaffen werden kann oder nicht. Dieses würde dann in diesem Fachausschuss nach Vorlage der Ergebnisse berichtet werden."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

Politik
Sönke Hartlef

WOCHENBLATT-Serie "Stade - plus und minus": Jetzt kommt Sönke Hartlef zu Wort
Stades Bürgermeister: Die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig steigern

jd. Stade. "Stade - plus und minus": So lautete der Name der kleinen politischen WOCHENBLATT-Sommerserie, in deren Rahmen die sechs Fraktionsvorsitzenden im Rat der Hansestadt Statements zu Themen abgeben konnten, die ihnen für Stade wichtig erscheinen. Für positive Aspekte wurde ein Plus-Zeichen vergeben, bewerteten die Fraktionschefs etwas negativ, gab es ein Minus. Lag die Einschätzung dazwischen, war auch ein Plusminus möglich. Bürgermeister Sönke Hartlef (CDU) hat sich die...

Politik
Auf diesem Areal wollte das Unternehmen den Supermarkt ansiedeln   Foto: thl

Winsen lehnt weiteren Supermarkt ab

Fachausschuss der Stadt stellt Baugesuch eines Unternehmens im Gewerbegebiet für ein Jahr zurück thl. Winsen. Der Planungsausschuss der Stadt hat dem Verwaltungsausschuss die Zurückstellung eines Baugesuchs für einen Supermarkt im Gewerbegebiet Boschstraße für die Dauer eines Jahres empfohlen. Zudem soll für den Bereich der Bebauungsplan "Nr. 30 - Gewerbegebiet Osttangente" von 1990 geändert werden. Dieser setzt nämlich fest, dass in diesem Bereich Einzelhandelsbetriebe bis zu einer Größe...

Blaulicht
In der Staatsanwaltschaft Stade rücken kriminelle Clans jetzt verstärkt in den Fokus

Stade ist Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft
Null Toleranz bei Clankriminalität

tk. Stade. "Das Gefühl, dass es in Niedersachsen Kriminelle gibt, die bei rechtschaffenen Bürgern den Eindruck erwecken, dass sie tun und treiben könnten, was sie wollen, darf es nicht geben." Mit diesen Worten gab Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) den Startschuss für die vier neuen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften Clankriminalität. Eine davon ist in Stade angesiedelt.  Zwei Staatsanwälte werden sich in den jeweils vier Ermittlungseinheiten, neben Stade sind das...

Panorama
In seinem Stall: Landwirt Stefan Isermann aus Toppenstedt
3 Bilder

"Aufeinandertreffen mit Corona wäre Super-GAU"
Landwirte sind bedroht von Auswirkungen von Afrikanischer Schweinepest

ce. Toppenstedt. "Die Pest ist in hiesigen Regionen noch nicht angekommen. Ihre Auswirkungen könnten aber nicht nur für unseren Betrieb mittelfristig existenzbedrohend werden." Das sagt Stefan Isermann (41), der in dritter Generation in Toppenstedt (Landkreis Harburg) Landwirtschaft mit einigen tausend Schweinen betreibt, mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, hat bislang 35 dieser Vierbeiner in...

Politik
Rainer Schlichtmann hat sich 25 Jahre zum Wohle der Samtgemeinde Harsefeld eingesetzt
4 Bilder

Er übergibt ein gut bestelltes Haus
Nach 25 Jahren als Verwaltungschef in Harsefeld: Rainer Schlichtmann geht in den Ruhestand

jd. Harsefeld. Eine Ära geht heute zu Ende: Dieser Mittwoch ist der letzte Arbeitstag für Rainer Schlichtmann. Am Abend wird der Harsefelder Samtgemeinde-Bürgermeister bei einem Festakt in der Eissporthalle offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dass seine Amtszeit später einmal als "Ära Schlichtmann" bezeichnet wird, dürfte ziemlich sicher sein. Schließlich hat der 67-Jährige die Geschicke der Samtgemeinde und auch ihrer vier Mitgliedsgemeinden entscheidend geprägt - und das über einen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen