Parkdruck ist gewaltig

Die Mitarbeiter der Verwaltung stellten die ersten Pläne vor (v. li.): Charline Sternberg, Diane
Oertzen, David Forster, André Wiese, Harald Horster, Annika Vetter und Lena Stratmann  Foto: thl
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Stadt informierte über geplantes Anwohnerparken in der nördlichen Altstadt

thl. Winsen. In der Innenstadt Winsens herrscht ein extremer Parkdruck. Viele Leute, die in der City arbeiten, suchen sich im Nahbereich kostenlose Parkplätze, um dann den ganzen Tag dort ihre Autos abzustellen. Leidtragende dabei sind die Anwohner, die dann für ihre Fahrzeuge keinen Platz mehr finden (das WOCHENBLATT berichtete). Das belegen Zahlen, die die Verwaltung jetzt im Rahmen eines Infoabends zum Thema "Parken in der nördlichen Altstadt" präsentierte. Zwischen Nordertorstraße und Luhestraße sind 550 Personen mit 284 Fahrzeugen gemeldet. Für sie gibt es aber nur 120 öffentliche Parkplätze.
Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes "Winsen 2030" soll nun über ein Anwohnerparken nachgedacht werden. Vertreter der Verwaltung wiesen darauf hin, dass zwischen 9 und 18 Uhr höchstens die Hälfte aller Parkplätze für Anwohner reserviert werden dürfte, in den übrigens Zeiten seien es 75 Prozent. Die Idee: Anwohner sollen sich jährlich im Rathaus einen entsprechenden Parkausweis für 30,70 Euro holen, um weiterhin in der Altstadt parken zu können. Sie hätten aber keinen Anspruch auf einen persönlichen Parkplatz, hieß es.
So richtig gut kam die Idee allerdings nicht an. "Wer in der Innenstadt baut, wird sowieso schon zur Kasse gebeten, weil er für fehlende Parkplätze Ablöse zahlen muss", bemängelten die Besucher der Veranstaltung. "Mit dem Ausweis wird man dann doppelt geschröpft." Für die Anwohner gestaltet sich die Sache viel einfacher. "Man muss einfach nur mal nach Lüneburg gucken. Während Anwohner in der Altstadt mit einem entsprechenden Ausweis freies Parken haben, müssen Auswärtige zahlen und die Parkzeit ist auf zwei Stunden beschränkt", gaben sie ein Beispiel und machten zugleich deutlich, dass die Stadt die Parkzeit auch zwingend überwachen und im Zweifel auch abschleppen lassen müsse. "Nur so bekommen wir das Parkproblem in den Griff und die Fremd-Dauerparker aus den Wohngebieten heraus", so die einhellige Meinung. Immerhin könnten diese z.B. kostenfrei auf der Bleiche stehen.
Die Vertreter der Verwaltung nahmen die Ideen und Anregungen mit auf. Bürgermeister André Wiese (CDU) machte deutlich: "Wir sind noch in der Findungsphase. Es ist noch keine Entscheidung pro oder contra gefallen. Und es gibt auch noch keinen festen Zeitplan, wann eine neue Parkform eingeführt werden soll."

Die Mitarbeiter der Verwaltung stellten die ersten Pläne vor (v. li.): Charline Sternberg, Diane
Oertzen, David Forster, André Wiese, Harald Horster, Annika Vetter und Lena Stratmann  Foto: thl
Diesen Bereich umfasst das geplante Anwohnerparken in der Altstadt  Foto: Stadt Winsen

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