Winsen bekommt seinen ersten Bürgerwald

Landschaftsplanerin Anika Förster und Bürgermeister André Wiese zeigen: "Hier entsteht der Bürgerwald"   Foto: Stadt Winsen
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Stadt hat Fläche südöstlich der Grevelau entlang des Wirtschaftsweges Mesker Brouk auserkoren

thl. Winsen. Nach langer Suche hat die Stadt jetzt eine Fläche für den geplanten Bürgerwald gefunden. Auf einem gut zwei Hektar großen Areal südöstlich der Grevelau entlang des Wirtschaftsweges Mesker Brouk wird das Gehölz entstehen. Das teilt die Verwaltung jetzt mit.
Der Wald soll sich aus 92 Bäumen im ersten und nochmal 115 Bäumen im zweiten Abschnitt zusammensetzen, die als blattförmige Module angeordnet sind. Ein Modul besteht aus einem 70 Meter langen und zwei Meter breiten Weg, an dem insgesamt 23 Bäume mit unterschiedlichen Kronengrößen – nach außen größer werdend – gepflanzt werden. Jeder gepflanzte Baum soll darüber hinaus an eine Baumpatenschaft geknüpft sein.
Mittig der einzelnen Blatt-Module soll ein 160 Meter langer Naturpfad durch den Bürgerwald führen, außerdem ist zwischen den Bäumen eine Begrünung geplant. Neben Sitzbänken wird an jedem "Blatt"-Eingang eine Hinweistafel zu finden sein, die Aufschluss über die gepflanzten Bäume gibt. Zudem sollen die Tafeln der Orientierung dienen, um den eigenen Paten-Baum wiederzufinden. Die Herstellungskosten für den Wald belaufen sich auf 30.000 Euro, für die Unterhaltung sind jährlich 1.800 Euro veranschlagt. "Geplant und entworfen wurde der Bürgerwald von der städtischen Landschaftsarchitektur-Abteilung. Mit der hauseigenen Expertise konnten die Kosten für ein externes Planungsbüro eingespart werden", freut sich Bürgermeister André Wiese (CDU).
Die Baumpatenschaften waren der ursprüngliche Anstoß des Wald-Projektes, denn die Nachfrage der Bürger nach Baumpflanz-Möglichkeiten in Winsen ist schon seit längerem groß. "Immer wieder bekommen wir Anfragen von Einwohnern, die sich erkundigen, wo sie auf einem öffentlichen Grundstück einen Baum pflanzen können", erklärt Anika Förster, Landschaftsplanerin bei der Stadt. Dabei gebe es im Wesentlichen zwei Gründe für die Anfragen: "Entweder möchten die Menschen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten oder einen Baum pflanzen, der an ein besonderes Ereignis in ihrem Leben erinnert, wie die Geburt eines Kindes, die Hochzeit oder ein besonderes Jubiläum."
Mit regelmäßigen Pflanzaktionen unter fachlicher Begleitung – ein bis zweimal im Jahr, je nach Nachfrage – können die Paten selbstständig die Baumpflanzungen vornehmen. Anschließend erhält jeder Baum eine Plakette mit dem Namen seines Paten. Um die jungen Bäume vor Wildverbiss zu schützen, wird ein Wildschutzzaun um die gesamte Fläche gezogen. Der Wald ist über ein kleines, nicht verschlossenes Tor aber jederzeit zugänglich.
Eine Baumpatenschaft kostet 250 Euro und eignet sich auch als individuelles Geschenk zu einem besonderen Anlass. Wer Baumpate werden oder eine Patenschaft verschenken möchte, kann sich zukünftig entweder über das Internet oder über den Vordruck in einem Flyer, der in öffentlichen Einrichtungen ausgelegt und bei den Ortsvorstehern erhältlich sein wird, für die nächste Pflanzaktion anmelden. Anika Förster nimmt auch schon jetzt Anmeldungen unter Tel. 04171 - 657279 entgegen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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