Winsen: DRK führt wieder tiefen Nasen-Rachen-Abstrich im Testzentrum ein

Timo Reymers (re.), Leiter der DRK-Teststation, beim
tiefen Nasen-Rachen-Abstrich durch Michael Keim
  • Timo Reymers (re.), Leiter der DRK-Teststation, beim
    tiefen Nasen-Rachen-Abstrich durch Michael Keim
  • Foto: M. Broy/ DRK
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Die tägliche Nachrichtenlage zu steigenden Infektionszahlen spiegelt sich auch in der DRK-Teststation wider: Nicht nur die Anzahl der Testungen steigt, auch die der positiven Testergebnisse. Zur Entlastung der Labore, welche die PCR-Tests auswerten, sowie zur Erhöhung der Sicherheit der Testergebnisse, wird nun ab kommendem Montag, 24. Januar, in der DRK-Teststation Löhnfeld der tiefe Nasen-Rachen-Abstrich wieder eingeführt.

Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg nur noch knapp unter 1.000

„Wir haben den tiefen Nasen-Rachen-Abstrich bereits von März bis Oktober 2021 auf der Bleiche erfolgreich praktiziert. Dabei haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht und halten ihn aktuell für die sicherste Schnelltestmethode. Unsere Helferinnen und Helfer wurden für die Wiederaufnahme kurzfristig noch einmal professionell unterwiesen und qualifiziert,“ so Timo Reymers, Leiter des Testzentrums.
Der Hintergrund: Die Omikron-Variante des Corona-Virus vermehrt sich sehr früh und sehr schnell im Rachen. Selbsttests oder professionelle Schnelltests, die im vorderen Nasenbereich angewandt werden, können deshalb falsche Ergebnisse liefern, die zum einen zu einer Vielzahl an PCR-Tests führen und damit die Labore belasten können oder andererseits ein Gefühl von falscher Sicherheit vermitteln, was die Verbreitung des Virus weiter vorantreiben könnte. Auch die Wissenschaft untermauert inzwischen, dass in Anbetracht begrenzter Laborkapazitäten für PCR-Tests sowie der massiv steigenden Inzidenzen durch die Verbreitung der Omikron-Variante nur mit Hilfe qualifizierter, tiefer Abstriche dem Infektionsgeschehen begegnet werden kann.

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Hoher Qualitätsanspruch bei Schnelltests

"Die in unserer Teststation verwendeten Schnelltests haben wir von Anfang an danach ausgewählt, dass diese einem hohen Qualitätsstandard entsprechen. Diese Tests eines deutschen Herstellers sind für den Abstrich im vorderen Nasenbereich, für den tiefen Nasen-Rachen-Abstrich sowie auch für den tiefen Rachenabstrich durch den Mund zugelassen. Jede Charge wird mit einer zusätzlichen Mustertestung kontrolliert. Darüber hinaus stellen wir eine optimale Temperatur für die Testräume sicher, um falsche Ergebnisse durch äußere Einflüsse zu vermeiden“, so Reymers weiter. Weiterhin bittet das DRK all jene, die zu einer Testung kommen, direkt vorher keine Speisen oder Getränke zu sich zu nehmen, da dies ebenfalls Auswirkungen auf das Ergebnis haben könnte.

So läuft der tiefe Nasen-Rachen-Abstrich ab

Beim tiefen Nasen-Rachen-Abstrich wird das Wattestäbchen durch ein Nasenloch über den Nasengang bis an die hintere Rachenwand eingeführt. Viele Menschen reagieren darauf mit tränenden Augen. Dieser Effekt verschwindet aber innerhalb kürzester Zeit wieder. Bei Kindern und Erwachsenen, die den tiefen Abstrich nicht tolerieren, kann auch ein Abstrich durch den Mund oder im vorderen Nasenbereich durchgeführt werden. Grundsätzlich abzuraten ist von tiefen Abstrichen zuhause mit Selbsttests, da die zur Eigenanwendung zugelassenen Tests nicht dafür geeignet sind. Es könnte hierbei zu falschen Ergebnissen oder Verletzungen kommen.
Auch Kreisverbandsarzt Dr. Jörn Jepsen begrüßt und empfiehlt die angepasste Methode des DRK und ruft die Bürgerinnen und Bürger noch einmal zum Testen auf: "Für die eigene und für die Sicherheit unserer Liebsten, aber auch um diejenigen zu schützen, die die Infrastruktur in unserem Landkreis gewährleisten.“

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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