nerbe plus feiert 50-jähriges Jubiläum
In den Laboren der Welt zuhause
- Die Geschäftsführung von nerbe plus, von rechts: Heike und Philipp J.F. Nerbe sowie Dirk Schellstede
- Foto: nerbe plus
- hochgeladen von Karsten Schaar
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„Quasi bei allem, was mit dem Transfer, Untersuchung und Archivierung von Flüssigkeiten in Laboren zu tun hat, da sind wir zu Hause“, so Philipp J. F. Nerbe der CEO des Unternehmens nerbe plus.
Sein Vater Jürgen Nerbe gründete das Unternehmen 1976 in Hamburg. „Er hatte bereits damals erkannt, dass Kunststoff Glas aus den Laboren verdrängen wird“, sagt sein Sohn Philipp Nerbe. Einige Gründe sind hierfür die hohen Kosten und eine energieintensive Reinigung von Glas, gerade um höchste Reinheitsgrade zu erreichen. „Mit dem Trend zum Kunststoff für den einmaligen Gebrauch lag er richtig.“ Mit der Expansion der Firma zog es nerbe plus erst nach Maschen, schließlich 1992 nach Winsen in die Daimlerstraße.
Heute sind die Produkte der Firma - wie Pipette, Petrischale und Reaktionsgefäß - aus den Laboren weltweit nicht mehr wegzudenken. Qualität spielt dabei eine große Rolle. Kleinste Verunreinigungen lassen zum Beispiel bei DNA-Untersuchungen, Wirkstofftests oder der Erforschung von Krankheiten ganze Versuchsreihen hinfällig werden. Deshalb sind das Unternehmen und die Produktionsstätten zertifiziert und werden regelmäßig, auch unangemeldet, von Prüfern kontrolliert.
Philipp J.F. Nerbe arbeitet seit 1997 im Unternehmen. „Ich bin sozusagen in der Daimlerstraße groß geworden.“ Er und seine Frau Heike sind keineswegs typische Erben. Sie übernahmen das Unternehmen, „um das Unternehmen nach unseren Vorstellungen weiterzuentwickeln.“ „Wir haben uns Gedanken gemacht, was der Anspruch an ein Unternehmen in der Zukunft sein wird.“ Eine weitere Expansion und weitere viele Ideen ließen sich schlicht in dem alten, in die Jahre gekommenen Gebäude nicht mehr umsetzen.
Bereits damals war es ein Ziel, das Unternehmen für die Mitarbeiter, zum Beispiel in Bezug auf Work-Life-Balance, attraktiv zu machen. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Winsen war ein „Glücksfall“. Das Grundstück in der Porschestraße 25 wurde gefunden, es wurde geplant und 2019 erfolgte der Umzug in die Porschestraße, dem heutigen Standort.
Redakteur:Karsten Schaar aus Winsen |
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