Zahlreiche Unterkünfte werden geschlossen
Immer weniger Flüchtlinge kommen in den Landkreis Harburg
- Thorsten Völker, Leiter der Abteilung Migration, Ordnung und Verbraucherschutz beim Landkreis Harburg
- Foto: Landkreis Harburg
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Seit 2024 werden dem Landkreis Harburg jährlich weniger sogenannte Weltflüchtlinge aus Ländern wie Syrien, Afghanistan oder Kolumbien zugewiesen, als von der Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen angekündigt wurden. So hatte die LAB 2024 die Ankunft von 46 Schutzsuchenden pro Woche angekündigt. Tatsächlich kamen insgesamt 1.160 Personen. Von April bis Oktober dieses Jahres hatte die LAB 17 Flüchtlinge pro Woche avisiert, zugewiesen wurden lediglich etwa fünf pro Woche - am Ende exakt 101 Personen. Die Zahlen nannte Thorsten Völker, Leiter der Abteilung Migration, Ordnung und Verbraucherschutz beim Landkreis, kürzlich im Ordnungsausschuss in Winsen.
Aus der Ukraine kamen von September 2025 bis August dieses Jahres 439 Flüchtlinge in den Landkreis Harburg - Tendenz ebenfalls fallend.
Als Folge der Entwicklung wurden und werden im Landkreis laut Völker immer mehr Flüchtlingsunterkünfte geschlossen. 2025 wurden demnach zwölf Quartiere mit insgesamt 774 Plätzen dicht gemacht. In diesem Jahr wurden bzw. werden sechs Unterkünfte mit insgesamt 475 Plätzen folgen. "Für 2027 besteht die vertragliche Möglichkeit, insgesamt elf Unterkünfte zu schließen. Drei sind bereits fest gekündigt", so Völker.
Stand jetzt gebe es im Landkreis 40 Flüchtlingsunterkünfte mit aktuell 2.438 gemeldeten Bewohnern. Sieben der Quartiere mit 102 gemeldeten Bewohnern würden als dezentrale Unterkünfte betrieben. Zudem würden 33 Unterkünfte mit 2.336 gemeldeten Bewohnern als zentrale Unterkünfte betrieben, die mit einer Heimleitung, einer soziale Betreuung und in der Regel einem zeitweiligen Wachdienst besetzt seien.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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