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Keine Altlasten gefunden

Traut dem Ergebnis des Gutachtens noch nicht so richtig: Dr. Erhard Schäfer
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  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Winsen. Auf dem ehemaligen Tankstellengelände in Borstel wurden keine Altlasten und Rückstände im Boden gefunden. Das teilt die Stadt Winsen mit.
Weil das ehemalige Tankstellengrundstück zwischen der Lüneburger Straße und der Straße Buchweizenland bei der Stadt als Baugenehmigungsbehörde und beim Landkreis Harburg als Altlastenbehörde unter verschiedenen Anschriften geführt wurde, hat vor der Erteilung von Baugenehmigungen für drei Wohnhäuser dort keine Altlastenprüfung stattgefunden. Darauf hatte Grünen-Ratsherr Dr. Erhard Schäfer aufmerksam gemacht, nachdem ihm entsprechende Hinweise zugetragen worden waren (das WOCHENBLATT berichtete).
Die Bodenuntersuchung ist deshalb jetzt im Auftrag der Abteilung Boden/Luft/Wasser des Landkreises von einem Fachgutachter nachgeholt worden. "Er hat an insgesamt sieben Ansatzpunkten auf dem ehemaligen Tankstellengelände Boden-, Bodenluft- und Grundwasserproben entnommen und sie auf so genannte branchenspezifische Schadstoffe untersucht", erklärt Stadtsprecher Theodor Peters. "Die Bodenproben enthielten keine BTEX-Aromaten (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol). Ebenso waren in keiner Bodenluftprobe leichtflüchtig chlorierte Kohlenwasserstoffe nachzuweisen. Im Grundwasser konnten keine Mineralölkohlewasserstoffe (MKW), polizyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und BTEX-Aromaten nachgewiesen werden." Alle analysierten Schwermetallgehalte im Grundwasser seien als unauffällig eingestuft worden. Peters: "Das ist eine gute Nachricht nicht nur für die Bewohner der dort errichteten Gebäude."
Im Gegensatz zur Stadt bricht bei Dr. Erhard Schäfer keine Euphorie über das gutachterliche Ergebnis aus. "Für die Bewohner ist das zwar eine gewisse Erleichterung", sagt er. Dennoch blieben Fragen offen. Die Bedeutendste: Sind die alten Tanks noch im Boden? "Das beantwortet das Gutachten nämlich nicht. Deshalb werde ich mir den alten Lageplan der Tanks noch einmal ansehen und mit den Stellen der Probebohrungen vergleichen", so Schäfer. Denn selbst wenn der Boden nicht kontaminiert sein sollte, könnten die Tanks, wenn diese durchrosten und zerfallen, zu statischen Problemen bei den Häusern führen.

Leserreporter:

Thomas Lipinski aus Winsen

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