Kunstturngemeinschaft Lüneburger Heide
Grenzenlose Turnerinnen-Freundschaft
- Nina Delpeyrou (links) und Lisa Plaspohl sind echte Freundinnen geworden
- Foto: KTG
- hochgeladen von Roman Cebulok
Die 15-jährigen Nachwuchsturnerinnen Lisa Plaspohl aus Winsen und Nina Delpeyrou aus Frankreich festigen durch einen dreiwöchigen Austausch die deutsch-französische Städtepartnerschaft Winsen / Pont-de-Claix.
Wenn französischer Esprit auf deutsche Präzision trifft, entsteht im besten Fall eine tiefe Freundschaft. Genau das bewiesen die beiden 15-jährigen Turnerinnen Lisa Plaspohl von der Kunstturngemeinschaft (KTG) Lüneburger Heide und Nina Delpeyrou vom französischen Partnerverein Amicale Gymnique Pont-de-Claix.
Durch ein gegenseitiges Austauschprogramm schnupperten die beiden Teenager wochenlang in das Alltags- und Sportleben des jeweils anderen Landes hinein. Die Basis für die sportliche Begegnung wurde bereits im Jahr 2024 gelegt. Anlässlich der Jubiläumsfeier zur 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Winsen und Pont-de-Claix reiste die KTG Lüneburger Heide zu einem Freundschaftsbesuch nach Frankreich. Dort lernten sich die beiden Mädchen kennen. Schnell entwickelte sich die Idee, das Leben im Nachbarland hautnah kennenzulernen. Die Umsetzung sicherte KTG-Sportkoordinatorin Birgit Kruse.
Den Anfang des Austauschs machte die Französin Nina Delpeyrou, die für drei Wochen bei Familie Plaspohl in Winsen einzog. Neben dem gemeinsamen Büffeln für die Schule stand ein prall gefülltes Ausflugsprogramm auf dem Plan, das die Mädchen nach Hamburg, Lüneburg und an den Ostseestrand von Travemünde führte.
Danach folgte der Gegenbesuch: Per Flugzeug reiste Lisa Plaspohl ins 1200 Kilometer entfernte Vif nahe Grenoble. Für die Winsenerin ein echtes Abenteuer: „Eine einzigartige Erfahrung, da ich vorher noch nie irgendwo alleine im Ausland war“, berichtet sie. Heimweh kam dank der herzlichen Aufnahme durch Familie Delpeyrou jedoch nicht auf. Gemeinsam erkundeten die Freundinnen Chamonix, Annecy und den bekannten Freizeitpark Walibi bei Lyon.
Besonders der französische Alltag bot der deutschen Schülerin ungewohnte Einblicke. Statt des Schulbusses nahm Lisa in Frankreich täglich den Zug nach Grenoble. „Teilweise endete die Schule dort erst nach 18 Uhr“, erzählt sie. Direkt im Anschluss ging es für drei bis vier Stunden zum Training in die Turnhalle von Pont-de-Claix, von deren exzellenter Ausstattung die Deutsche begeistert war.
Auch für Nina gab es sportliche Überraschungen bei der KTG in Winsen. Sie wunderte sich darüber, dass in Deutschland verschiedene Altersklassen gemeinsam trainieren, zog jedoch ein positives Fazit: „Es ist schön zu sehen, wie die Turnerinnen sich gegenseitig helfen und unterstützen.“ Sprachliche Hürden gab es dank des jeweiligen Fremdsprachenunterrichts an den Heimatschulen auf beiden Seiten nicht.
Nach erlebnisreichen Wochen fiel beiden der Abschied sichtlich schwer. Ein baldiges Wiedersehen ist jedoch fest eingeplant, denn die Brücke zwischen den Vereinen soll weiter ausgebaut werden. Als nächster Schritt ist bereits ein Besuch von weiteren Turnerinnen und Trainerinnen des französischen Vereins in Winsen vorgesehen, um die sportliche Kooperation weiter zu vertiefen. (cc)
Redakteur:Roman Cebulok aus Buchholz |
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