Experte plädiert beim Beratungsring Hohe Geest für Verbindung von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft

Auf der Versammlung (v. li.): Wirtschaftsberater Thomas Horlacher, Referent Matthias Schulze Steinmann, Vorsitzender Michael Albers und Wirtschaftsberater Hartmut Peters
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  • Foto: Cord-Christian Precht
  • hochgeladen von Christoph Ehlermann

ce. Nenndorf. Das Zusammenwirken von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft stand im Mittelpunkt bei der 70. Mitgliederversammlung des kreisweit aktiven Beratungsrings Hohe Geest in Nenndorf. Referent war Matthias Schulze Steinmann, Chefredakteur des Wochenblatts für Landwirtschaft und Landleben. Er hielt es für höchste Zeit, die Trennung der beiden Agrarformen aufzulösen. "Wir müssen die Systemgrenzen überwinden und das Beste aus beidem miteinander verbinden“, so Schulze Steinmann.
Derzeit sieht der Agraringenieur viele "Stoppschilder" für die agrarwirtschaftliche Entwicklung. "Agrarpolitik wird vor allem für Großstädter gemacht“, mahnte er. Inzwischen gingen Politiker aller Parteien immer kritischer mit der Landwirtschaft um.
Schulze Steinmann forderte seine Zuhörer auch zur Selbstkritik auf – etwa bei Fragen der Nitratbelastung des Grundwassers. Grundsätzlich wandte er sich gegen den Verzicht auf ertragssteigernde Betriebsmittel. Die globale Herausforderung zur Ernährung von über acht Milliarden Menschen sei nur mit einer intensiven Landwirtschaft zu meistern. Im Jahr 2050 stünden voraussichtlich nur noch 1.500 Quadratmeter Boden für die Ernährung eines Menschen zur Verfügung, derzeit seien es noch 2.100.
Die künftigen Erfolgskriterien lauteten Effizienz und Ressourcenschonung. Dabei werde die künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen und beim Planen, Entscheiden und Steuern mitwirken.
Die Wirtschaftsberater Hartmut Peters und Thomas Horlacher berichteten auch über den Geschäftsverlauf in 2018. So stellten 32 der 185 betreuten Betriebe einen Antrag auf Dürrehilfe über jeweils rund 20.000 Euro. Die Internetplattform Landwirtschaft-Harburg.de, die von der Hohen Geest betreut wird, begleitete unter anderem die Anlage von Bienenweiden medial. 73 Hektar wurden im vergangenen Jahr angelegt, darüber hinaus stehen 290 Hektar Blühflächen im Feld.
Beratungsring-Vorsitzender Michael Albers rief die Mitglieder zur Teilnahme an einer Veranstaltung zur Zukunft der Öffentlichkeitsarbeit auf, die am Donnerstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr in Böttchers Gasthaus in Nenndorf stattfindet. Die Organisatoren von Landberatung, Maschinenring und Landwirtschaftskammer planen die Einstellung einer Fachkraft für Öffentlichkeitsarbeit, die sich landwirtschaftlich und medial kompetent engagiert.

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