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"Begeisterung bei den Schülern wecken"

Schülerin Pia demonstriert Bildungsministerin Johanna Wanka den richtigen Umgang mit dem Lötkolben. Im Hintergrund Jan Bauer (li.), Vorsitzender des Fördervereins, und CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka besuchte die Zukunftswerkstatt in Buchholz / Ausbildung von Fachkräften als vorrangiges Ziel

os. Buchholz. "Wenn wir unsere Position als viertstärkste Wirtschaftsnation verteidigen wollen, müssen wir uns schnell um die Ausbildung von Fachkräften kümmern." Das sagte jetzt Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (63, CDU) bei ihrem Besuch in der Zukunftswerkstatt in Buchholz. Mit ihr kamen zahlreiche Politiker, u.a. die Bundestagsabgeordneten Michael Grosse-Brömer (CDU) und Svenja Stadler (SPD), sowie Vertreter aus der Wirtschaft in den außerschulischen Lernstandort am Sprötzer Weg, in dem Schüler aus dem gesamten Landkreis Harburg für die MINT-Fächer (Mathematik, Information, Naturwissenschaften, Technik) motiviert werden sollen.
Deutschland stelle nur 1,1 Prozent der Weltbevölkerung, sei aber bei den Fachkräften ganz vorn dabei. Diese Position zu verteidigen, sei angesichts des demographischen Wandels alles andere als trivial. "Wir müssen die Begeisterung beim Nachwuchs wecken", betonte die Ministerin. Genau das geschehe in der Zukunftswerkstatt, lobte Wanka. Den Schülern bei der Berufsorientierung behilflich zu sein, sei eine der dringendsten Bildungsaufgaben. Für solche Maßnahmen stelle die Bundesregierung dem Land Niedersachsen 110 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.
Bei einem Rundgang durch die Zukunftswerkstatt verschafften sich Wanka und die anderen Gäste einen Überblick über die Aktivitäten des Lernstandortes. U.a. werden dort Erzieherinnen ausgebildet, um in Kitas kindgerechte Experimente durchführen zu können. In der Lötwerkstatt zeigten die Schüler der Ministerin, was man alles mit Draht und Lötkolben anfertigen kann.
Zuvor hatte Imke Winzer, Geschäftsführerin der Zukunftswerkstatt, einen Überblick über die bisherigen Projekte gegeben. Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr nutzten bereits mehr als 2.500 Schüler das Angebot. Besonders hob Winzer die Kooperationen mit verschiedenen Firmen wie Milford Tee hervor. "Dort können die Schüler Verbindungen in die Wirtschaft knüpfen und Hemmschwellen abbauen", so Winzer. Ihr Dank ging an die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne die die Einrichtung nicht funktionieren könne. Ein wünschenswertes Ziel sei die bundesweite Schaffung von MINT-Trainerscheinen, ähnlich den Scheinen in Sportvereinen.