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Geschlossen gegen die Y-Trasse

CDU-Landtagsabgeordneter André Bock forderte in Brackel Geschlossenheit von den Demonstranten. Zuvor war am Schornstein das XXL-Plakat enthüllt worden

Rund 2.400 Teilnehmer aus acht Bürgerinitiativen demonstrierten gegen die Güterbahnstrecke / Rückendeckung von Grosse-Brömer

(os). Ganz im Zeichen des Protests gegen den Bau der Y-Trasse durch die Deutsche Bahn stand der vergangene Samstag im Landkreis Harburg. Rund 2.400 Gegner der Güterbahnstrecke aus acht Bürgerinitiativen kamen zur zentralen Kundgebung an der Kreisstraße zwischen Ramelsloh und Marxen. Dort bauten die Teilnehmer auf der gesperrten Strecke ein „Whyte Dynner“ auf und ließen sich auch von einem Sturzregen nicht in ihrem Protest beirren.
Zuvor hatte sich Michael Grosse-Brömer, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei einer Kundgebung in Brackel auf die Seite der Demonstranten geschlagen. Von Brackel fuhr ein Fahrradkonvoi unter dem Motto „Radeln statt Rattern“ nach Marxen, von dort ging es weiter zur Hauptveranstaltung.
„Ich habe selten so gerne an einer Demonstration teilgenommen“, sagte Landrat Rainer Rempe. Es sei wichtig, dass soviele Bürgerinitiativen an einem Strang zögen. „Der Landkreis Harburg ist heute schon ex­trem mit Verkehr jeglicher Art belastet. Die Grenze des Ertragbaren ist langsam erreicht“, so Rempe. Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen betonte, sich beim Dialogforum „Schiene Nord“ auch weiterhin für die Bürger entlang der möglichen Strecke einzusetzen. „Wir sind nicht die Vertreter von Deutscher Bahn, Bund oder Land, sondern eure Vertreter“, sagte sie unter dem Jubel der Demonstranten. Die nächste Verhandlungsrunde über die möglichen Varianten der Güterbahnstrecke ist am Freitag, 19. Juni, in Celle geplant.
„Es ist wichtig, dass eine ganze Region gegen die Pläne aufsteht“, hatte Axel Meinhard, Sprecher der Bürgerinitiative in Brackel gesagt. Brackel wäre sowohl durch die sogenannte Breimeier-Variante als auch von der SGV-Y-Strecke entlang der A7 in Richtung Süden betroffen.
CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Grosse-Brömer forderte die Bahn auf, ihre Planung konsequenter zu betreiben. „Es kann nicht sein, dass immer neue Varianten in die Diskussion gebracht werden“, sagte er. Grosse-Brömer erinnerte daran, dass die Ursprungstrasse der Y-Trasse, die auf der Bahnstrecke Hamburg-Bremen verlaufen sollte und dann hinter Lauenbrück in Richtung Hannover abbiegen sollte, zehn Jahre lang im Bundeswegeplan gewesen sei. „Da hätte die Deutsche Bahn bauen können und hat die Planung liegenlassen.“
Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister Olaf Muus betonte, dass die jetzt wieder ins Spiel gebrachte SGV-Trasse bei einer früheren Prüfung mit Pauken und Trompeten durchgefallen sei. „Man muss sehr kritisch hinterfragen, warum die Trasse jetzt wieder aktuell sein soll.“