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Die Bundeskanzlerin in Stade: "Ran an den Speck"

Bundeskanzlerin Angela Merkel warb für den niedersächsischen CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann (Foto: Elsen)
bc. Stade. Mehr als 1.000 Besucher - darunter überwiegend CDU-Anhänger - feierten am Freitagnachmittag fast schon frenetisch den Auftritt von Angela Merkel im Stadeum. Die Bundeskanzlerin unterstützt den niedersächsischen CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann (Wahlkreis Seevetal) bei seinem Kampf um den Posten des Ministerpräsidenten. Am Sonntag ist Landtagswahl. Merkel schloss ihre Rede mit den Worten: "Dann mal ran an den Speck."

Kurz nach 16.30 Uhr stieg Merkel aus der schwarzen Limousine auf dem Parkplatz des Stadeums, nachdem sie zuvor im Helikopter auf dem Flugplatz Agathenburg gelandet war. Das Stadeum war zu dem Zeitpunkt schon sehr gut gefüllt. Die beiden Landtagskandidaten der CDU, Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried, talkten bereits auf der Bühne. 

Als gegen 16.35 Uhr die Kanzlerin die Bühne betrat, erhob sich die Zuschauermenge und spendete tosenden Applaus. Die Begrüßung oblag dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des CDU-Bezirksverbandes Elbe-Weser, Enak Ferlemann. Danach war dann Althusmann dran.

Wie schon tags zuvor in Seevetal (siehe Artikel hier) gab er sich kämpferisch, sparte nicht mit Kritik an der Rot-grünen Landesregierung - vor allem in den Bereichen Sicherheits-, Bildungs- und Agrarpolitik. Vertrauen war das zentrale Stichwort seiner Rede. Polizisten, Lehrer und Landwirte hätten mehr Vertrauen verdient. Es gehe darum, eine Rot-rot-grüne Regierung zu verhindern.

Im Anschluss trat Merkel vor das Mikrofon. Sie sprach mit gewohnt ruhiger Stimme in Richtung Althusmann und ihrer Anhänger: "Lassen sie sich von den Umfragen nicht verrückt machen. Entscheidend sind die abgegebenen Stimmen am Sonntag." Immer wieder wird ihre Rede von lautem Beifall unterbrochen. Am lautesten brandet der Applaus auf, als Merkel über VW spricht.

"VW hat große Fehler gemacht", so die Kanzlerin. Aber darunter dürften nicht die Arbeitnehmer oder die Diesel-Fahrer leiden. Fahrverbote seien keine Lösung.

Der Auftritt der Bundeskanzlerin endet gegen 17.35 Uhr wie er begonnen hat: mit stehenden Ovationen. Verabschiedet wird Merkel von Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried. Die Altländer Blütenkönigin überreicht der Kanzlerin eine Kiste mit Boskoop-Äpfeln. Seefried: "Wir haben gelesen, dass das ihre Lieblingssorte ist." Merkel reckt den erhobenen Daumen in die Luft.

Das Blasorchester Himmelpforten spielt die Nationalhymne. Danach verlässt Merkel die Bühne durch den Hintereingang - weiter zum nächsten Wahlkampf-Termin nach Osnabrück.

Mehr über Angela Merkels Auftritt am Donnerstag in Seevetal lesen Sie hier.