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Unwetter tobte im Südkreis Stade: Windhose zwischen Harsefeld und Hollenbeck nietete fast 100 Bäume um

Dieser Abschleppwagen einer Autofirma aus Hollenbeck hat nur noch Schrottwert
(jd). Dieses Sommergewitter hatte es in sich: Am späten Mittwochnachmittag zuckten über der Stader Geest unzählige Blitze und es schüttete wie aus Eimern. Die Regenfluten setzten vor allem im Bereich zwischen Apensen, Harsefeld und Bargstedt Keller und tiefer gelegene Flächen unter Wasser. Auch Stadtteile von Buxtehude waren betroffen. Die Feuerwehren rückten aus, um den Wassermassen mit Hilfe von Pumpen Herr zu werden.
Besonders heftig wütete der Sturm rund um Hollenbeck. Eine Windhose fegte über die Gegend hinweg. Etliche Bäume knickten um wie Streichhölzer. Zwei besonders großen Exemplare krachten gegen 17.30 Uhr auf die Landesstraße 124 zwischen Harsefeld und Hollenbeck. Von einem der beiden Bäume wurde der am Straßenrand abgestellte Abschleppwagen eines Autohauses völlig demoliert. Die Feuerwehrleute benötigten zwei Stunden, um die stattlichen Stämme zu Kleinholz zu verarbeiten. In dieser Zeit war die L124 komplett gesperrt. Hinter Harsefeld staute sich dadurch der Feierabendverkehr. Die nachfolgenden Autofahrer wurden über Bargstedt umgeleitet, kamen aber auch dort zeitweise nicht weiter: In der Unterführung der EVB-Bahnstrecke bildete sich ein Stausee. Erst als die Feuerwehr die Gullys reinigte, lief das Wasser ab und die Straße war wieder passierbar.
Die heftigsten Schäden waren auf dem Wirtschaftsweg zwischen der Harsefelder Jahnstraße und dem Hollenbecker Stahmannskamp zu verzeichnen. Rund 20 von den Windböen gefällte Bäume lagen auf dem Weg. Dadurch war die Zufahrt zu den Erdgas-Speichern von Storengy blockiert. Um den Weg wieder frei zu bekommen, waren die Helfer pausenlos mit Kettensägen im Einsatz. Nach Auskunft der Feuerwehr bietet auch der angrenzende Wald ein Bild der Verwüstung, ebenso wie das Zeltgelände der Harsefelder Pfadfinder. Das bleibt wegen der umsturzgefährdeten und bereits umgestürzten Bäume vorerst gesperrt. "Da muss eine Windhose voll durchgeballert sein", meinte vor Ort ein Feuerwehrmann.

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