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Unterwegs in der Heide

(Foto: Dieter Rabenstein)
 
Hobbyfotograf Dieter Rabenstein empfiehlt einen Ausflug ins Büsenbachtal (Foto: Dieter Rabenstein)

Das Wetter macht es einem derzeit nicht gerade leicht, die wundervolle Lüneburger Heide zu genießen. Sonne und Regen wechseln sich ab. Dabei empfiehlt es sich gerade jetzt, zu einer Wanderung aufzubrechen: Die Heide blüht. Fasziniert vom farbenprächtigen Schauspiel ist Dieter Rabenstein aus Hanstedt, der der Redaktion wundervolle Fotos zur Verfügung stellte.



(mum). Von der Küste in die Heide - Dieter Rabenstein hat diesen Wohnortwechsel vollzogen. 2001 zog der 41-Jährige der Liebe wegen von Norden/Norddeich nach Hanstedt - und hat es noch keinen Tag bereut. Das liegt natürlich vor allem an seiner Familie, doch auch die Natur hat es ihm angetan. Seit Jahren streift Rabenstein durch die wundervolle Lüneburger Heide. Dabei fotografiert er mit großer Leidenschaft. Ein paar seiner Motive hat er jetzt dem WOCHENBLATT zur Verfügung gestellt.
"Mein Schlüsselerlebnis war ein Eisvogel, den ich am Köhlerteich in Hanstedt gesehen habe", erinnert sich Rabenstein. "Ich hatte den Ehrgeiz, diesen wunderbaren Vogel vor die Linse zu bekommen." Das gelang dem 41-Jährigen zwar schnell. "Aber es war noch nicht das besondere Bild. Es war einfach nicht so, wie ich es haben wollte." Stunden,Tage - sogar Wochen verbrachte Rabenstein am Teich. Mit dabei war oft seine Familie. "Mein kleiner Sohn kannte bald jeden Halm am Teich", erinnert sich der Hobbyfotograf. Der Begriff "Eisvogel jagen" wurde für die Familie zum Synonym, wenn der Vater unterwegs war. "Die Zeit in der Natur hilft mir, Stress abzubauen. Ich laufe einfach durch die Gegend und schaue, ob ich etwas Interessantes finde." Bei seinen Streifzügen hat Rabenstein viele unterschiedliche Menschen kennengelernt, "mit denen ich sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wäre".
Vergangene Woche war Rabenstein unterwegs von Undeloh in Richtung Wilseder Berg zum Totengrund. "Ich musste los, um die blühende Heide festzuhalten." Früh am Morgen und ganz allein konnte er seinen Gedanken nachhängen. "Am Totengrund angekommen hatte ich den unglaublich schönen Ausblick ganz für mich allein", so der Hanstedter. Auf dem Rückweg erlebte Rabenstein dann die andere Seite der Heide kennen. "Menschenmassen waren unterwegs, um den Ausblick ebenfalls zu erleben." Noch ein Tipp vom Fotografen: "Gerade jetzt zur Heideblütezeit ist für mich das Büsenbachtal ein absolutes Muss."
• Dieter Rabenstein veröffentlicht einige seiner Bilder Facebook (Rabenstein-Fotografie).

5.000 Hektar Heideflächen

Etwa 5.000 Hektar Heideflächen liegen zwischen Schneverdingen und Egestorf, Hanstedt und Behringen. Ein Wegenetz von 400 Kilometer Wander- und 300 Kilometer Reitwegen laden dazu ein, das einmalige Ereignis der Heideblüte zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Pferd oder Kutsche zu erleben.
Ein schöner Wanderweg führt etwa vom Parkplatz Niederhaverbeck über Heidetal zum Wilseder Berg, der mit 169,2 Metern die höchste Erhebung im norddeutschen Tiefland darstellt. Von dort hat man einen weiten Rundblick und kann bei sehr klarem Wetter sogar den Hamburger Michel erkennen. Weitere schöne Wege führen rund um den Hof Tütsberg, in der Schneverdinger Osterheide oder auf dem Hanstedter Töps durch besonders attraktive Bereiche des Naturschutzgebietes.
• www.verein-naturschutzpark.de


Regen: Fluch und Segen für die Heide

"Bis jetzt können wir eine weitgehend gute und schöne Heideblüte erleben", sagt Steffen Albers von der VNP-Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide. Durch die ergiebigen Regenfälle des Frühjahrs und Sommers sei es in diesem Jahr zu keinen vertrockneten Heideflächen gekommen. "Von der feuchten Witterung profitiert hat aber stellenweise auch der Heideblattkäfer, der in älteren Heideflächen zum Absterben der Pflanzen geführt hat", so Albers. Diese Teilflächen würden durch die VNP-Stiftung im Winterhalbjahr gemäht oder geschoppert werden. "Nach Abfuhr des anfallenden Materials wird die betroffene Heide durch Stockausschlag meist schon im kommenden Jahr wieder flächig zur Blüte kommen." Durch die Witterung und eingetragene Nährstoffe sei es zu einer zum Teil starken Vermoosung gekommen. Diese Flächen würden durch "Auskämmen" der Heide entmoost, das anfallende Material wird auf Ackerflächen des VNP ausgebracht.
"Stellenweise ist es durch die orkanartige Böen bei Gewittern der letzten Monate zu Windwurf und -bruch im Naturschutzgebiet gekommen", so Albers weiter. "Diese Bäume sind - sofern es sich Waldflächen der VNP-Stiftung handelt - mittlerweile weitgehend aufgearbeitet worden." In puncto Tourismus kann Albers bis heute feststellen, dass es eine gute Saison werden wird.

Schicken Sie uns Ihre Bilder

• Wie erleben die WOCHENBLATT-Leser die blühende Heide? Bitte schicken Sie uns Ihre Heide-Motive und verraten Sie uns, wo sie entstanden sind. Die Bilder bitte in Original-Größe an mum@kreiszeitung.net schicken. Der Betreff lautet „Heide-Bilder“. Ein Honorar wird nicht gezahlt. Selbstverständlich werden aber die Namen der Fotografen genannt.