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Babyboom in Hammah

Auf dem Gelände des Rotkreuz-"Kinderschiffes" ist ein Krippen-Neubau geplant (Foto: Martin Elsen/DRK)

Drastischer Geburtensprung! Geest-Gemeinde muss neu bauen / Kindergarten für 500.000 Euro

tp. Hammah. "Ich weiß auch nicht, wie das kommt", sagt Hammahs Bürgermeister Rainer Jürgens und blickt fragend auf die Geburtenstatistik des Geest-Dorfes. Die Zahl der Neugeborenen stieg im Jahr 2012 sprungartig auf 33 - das ist eine Steigerung um ein Drittel gegenüber der Vorjahreszahl von 22 Babys. EDiese Entwicklung und die etwa gleichbleibenden Werte von 35 im Jahr 2014 und 33 im Jahr 2015 führten zu einer drastischen Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder im Krippenalter. Die Folge: Die Kommune plant einen Kindergartenneubau für 500.000 Euro. Die Verwaltung rechnet mit einem Zuschuss des Landes Niedersachsen in Höhe von 360.000 Euro.

Wie jüngst im Ausschuss für Jugend und Familien einstimmig empfohlen, soll der Rat auf der Sitzung am Donnerstag, 28. Januar, um 18 Uhr im Rathaus für den kommunalen Neubau mit vorerst zwei Krippengruppen für insgesamt 30 Ein- bis Dreijährige grünes Licht geben.

Die neue Krippe mit Option auf einen späteren Anbau soll auf dem Gelände des Rotkreuz-Kindergartens "Kinderschiff" erstellt werden. Jüngst meldete das "Kinderschiff", dessen Kapazitäten mit 130 Jungen und Mädchen erschöpft ist, "Land unter". Laut Bürgermeister Jürgens musste dort wegen der Platzknappheit schon 22 Mal eine Absage erteilt werden.

Neben dem schwer zu erklärenden Baby-Boom tragen der Zuzug junger Familien in dem 3.100-Einwohner-Ort sowie der anhaltende Andrang durch Flüchtlinge zu dem Bedarf an Krippenplätzen bei. Auf rund 200 Quadratmetern sollen Räume für 30 Kinder plus Sanitär-, Büro- und Nebenräume erreichtet werde. Zwei Architekten aus der Region wurden zwischenzeitlich mit Vorentwürfen beauftragt.

Die für den Neubau benötigte Fläche des insgesamt 6.000 Quadratmeter großen Außengeländes wolle die Verwaltung durch Grundstückszukäufe kompensieren, so Rainer Jürgens. "Genügend Spielfläche gehört bei einem ländlichen Kindergarten einfach dazu."

Nach Möglichkeit soll auch hier der DRK-Kreisverband Stade die Trägerschaft übernehmen.

In Kürze soll die Ausschreibung beginnen. Der Neubaustart wird für das kommende Frühjahr angepeilt. Bis die Einrichtung bezugsfertig ist, sollen Tagespflegepersonen die Betreuung der Kinder sicherstellen.

• Weitere Tagesordnungspunkte der Ratssitzung sind der Start des frühzeitigen öffentlichen Beteiligungsverfahrens für die Sandtransport-Route der Firma AOS, der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "An der Molkerei", Haushaltsberatungen und die energetische Sanierung der Dorfgemeinschaftsanlage.