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Gemeinde Hammah: Die Süd-Trasse rückt näher

Bürgermeister Rainer Jürgens hat den Verwaltungsausschuss einbberufen

Sandtransport in Groß Sterneberg: Politik berät über Preisforderung der Grundstückseigentümer

tp. Hammah. Die Suche nach einer für die Anwohner schonenden Sandtransport-Trasse von der geplanten Entnahmestelle in der Gemeinde Hammah zur Rotschlamm-Deponie der Firma Aluminium Oxid Stade (AOS) in Stadermoor bleibt weiter spannend. Nachdem der Hammaher CDU-Ratsherr Reiner Braack eine Streckenführung gut 200 bis 600 Meter südlich der von Wohnhäusern gesäumten Kreisstraße K80 im Ortsteil Groß Sterneberg aufs Tapet gebracht hatte (das WOCHENBLATT berichtete), kommt es nun auf das Gelingen eines Grundstücksgeschäftes zwischen zwei Flächeneigentümern und der Gemeinde an.

Laut dem Hammaher Bürgermeister Rainer Jürgens (CDU) haben die Besitzer, ein Landwirt und ein Ex-Landwirt, der Verwaltung am Montagmorgen ihre Preisvorstellungen genannt. Die Gemeinde hat für Donnerstag eine geschlossene Verwaltungsausschuss-Sitzung anberaumt, auf der über das Angebot beraten werden soll. Erteilt die Politik ihr Einverständnis, wäre dies der erste Schritt zum Bau des Wirtschaftsweges. Bauherrin wäre die Gemeinde, die für den neuen Transportweg einen Bebauungsplan aufstellen müsste. Nach den Vorstellungen der Gemeinde soll das Industrieunternehmen AOS, das den Sand zur Erhöhung des Deiches entlang ihrer Deponie benötigt, eine Pacht an die Kommune entrichten. Zum Ende der 15-jährigen Nutzungsdauer sollen sich die Baukosten amortisiert haben.

Unterdessen hat sich laut Bürgermeister Jürgens die Mehrheit der Anwohner der K80 mit der Trassenalternative mündlich einverstanden erklärt. Für noch mehr Planungssicherheit will die Gemeinde bei den Anliegern entsprechende Unterschriften sammeln. Kürzlich hatte die Nachbarschaft auf einer Demo gegen den ursprünglich auf der K80 geplanten Sandtransport mit schweren Fahrzeugen protestiert.

Frühester Baubeginn für die rund zwei Kilometer lange Süd-Trasse wäre im Sommer 2016. Im Vorfeld verlangt die Kreis-Umweltbehörde noch eine vogelkundliche Kartierung.