Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, tritt zurück

Ist zurückgetreten: Olaf Kahle (Foto: archiv)
(as). Olaf Kahle, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg, ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten.
Der Grund: Kahle sieht sich nach eigenem Bekunden nicht in der Lage, den in der Vollversammlung in der vergangenen Woche gefassten Beschluss über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig nach außen zu vertreten.
Olaf Kahle hatte sich Anfang des Jahres bei einem Besuch im WOCHENBLATT-Haus in Buchholz für eine Fusion der IHK Lüneburg-Wolfsburg und der IHK Braunschweig ausgesprochen. Als Vorteile führte er u.a. eine Kostenersparnis und ein stärkeres Auftreten gegenüber der Politik an.
Die Mitglieder der Vollversammlung ließen sich von diesen Argumenten nicht überzeugen. Sie sprachen sich in der vergangenen Woche für eine Ausweitung der Kooperation mit Braunschweig aus und folgte der Beschlussempfehlung der Arbeitsgruppe Kooperation damit nur zum Teil. Eine Fusion, wie von Kahle angestrebt, ist erst einmal vom Tisch.
„Ich bin der Überzeugung, dass eine Fusion eine Vielzahl von Synergien gebracht hätte. Außerdem hätten wir damit die Vision der 'Kammer 2030' gut realisiert“, so Kahle in seinem Rücktrittsschreiben. Er akzeptiere den Beschluss der Vollversammlung, werde ihn aber nicht zweifelsfrei nach außen vertreten können, begründete Kahle seinen Rücktritt.
Kahle war vor fünf Jahren zum Präsidenten gewählt worden, seine offizielle Amtszeit hätte 2018 geendet.
„Präsident Kahle hatte wesentlichen Anteil daran, dass unsere IHK heute zukunftsfähig aufgestellt ist. Dies gilt unter anderem für die Fachkräftesicherungs-Initiative 'hierjetztmorgen' und die Zusammenarbeit in der IHK Niedersachsen“, bedankte sich IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Solange die Nachfolge Kahles nicht geklärt ist, wird die IHK durch einen Vizepräsidenten und den Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert vertreten.