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"Gremium"-Clubheim und Wohnung durchsucht

Bewaffnete und maskierte Polizisten am Landgericht: Beim Totschlag-Prozzess gegen sechs "Mongols" gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen

Totschlag-Vorwurf gegen "Mongols": Nur drei Zeugen gehört / Rocker-Prozess verläuft schleppend

tp. Stade. Mit der Vernehmung von nur drei statt der geplanten sechs Zeugen verlief der zweite Verhandlungstag des Rocker-Prozesses gegen Mitglieder des Biker-Clubs „Mongols MC“ am Landgericht Stade am vergangenen Dienstag schleppend. Unterdessen hat die Polizei laut Medienberichten das „Gremium“-Clubheim durchsucht.

Wie berichtet, müssen sich sechs junge Männer aus dem Umfeld des Stader „Mongols MC“ wegen versuchten Totschlags verantworten. Sie sollen im September mit 20 bis 30 anderen die Party des Biker-Zusammenschlusses „Sound of Freedom“ in Freiburg gestürmt und vier Männer, von denen drei zur „Gremium“-Spitze gehören, schwer verletzt haben.

Die drei vernommenen Zeugen, zwei von ihnen aus dem Veranstaltungsteam und ein Gast, trugen wenig zur Aufklärung der Geschehnisse auf der Party bei: Sie hatten die eigentliche Tat nicht beobachtet.

Unterdessen lösen unbestätigte Berichte über Hausdurchsuchungen Wirbel in der Biker-Szene aus. Polizisten und Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) sollen am Mittwochmorgen das Clubhaus (Ex-“Symphonie“) des „Gremium MC“ in Hollern-Twielenfleth und die Wohnung eines Mitglieds aus Stade durchsucht haben. Gerüchten zufolge soll es um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gehen. Die Staatsanwaltschaft wollte die Angelegenheit gegenüber dem WOCHENBLATT nicht kommentieren.

Bei dem öffentlichen Rocker-Prozess gelten Kutten-Verbot und strenge Sicherheitsvorkehrungen. Vor dem Gerichtsgebäude patroullieren schwer bewaffnete und maskierte Polizei-Sondereinheiten. Besucher werden am Eingang gefilzt.

• Der Totschlag-Prozess wird am Montag, 1. September, um 9.15 Uhr, fortgesetzt.